Thorsten Küfner
Die Aktie der Deutschen Bank ist mit deutlichen Kursaufschlägen in den heutigen Handel gestartet und führt die Gewinnerliste im DAX an. Grund für die starke Performance sind hervorragende Zahlen der britischen Großbank Barclays.
Ein starker Start in den Handelstag: Gleich zu Beginn des Handels auf dem Frankfurter Börsenparkett verteuert sich die Aktie der Deutschen Bank deutlich. Eine halbe Stunde nach Handelseröffnung notiert der Kurs des deutschen Marktführers mehr als drei Prozent im Plus. Damit führt die Deutsche-Bank-Aktie die Gewinnerliste im DAX mit weitem Vorsprung an. Der Grund für die starke Performance ist die starke Leistung eines Konkurrenten: Der britischen Großbank Barclays.
Gewinn verdoppelt
Barclays hat 2009 satte 9,4 Milliarden Pfund (rund 10,8 Milliarden Euro) verdient. Das ist mehr als doppelt so viel wie 2008. Zudem wurden die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Die zweitgrößte britische Bank, die während der Finanzkrise nie in die roten Zahlen gerutscht war und keine staatliche Hilfe brauchte, profitierte dabei allerdings auch von einem milliardenschweren Spartenverkauf. Das bereinigte Ergebnis betrug 5,6 Milliarden Pfund (Vorjahr 1,6 Milliarden Pfund). "Das Schlimmste der Finanzkrise liegt hinter uns. Wir sind gut ins laufende Jahr gestartet", teilte das Institut am Dienstag mit. "Wir gehen davon aus, dass Abschreibungen auf Anlagebestände im laufenden Jahr leicht sinken werden."
Zwei klare Käufe
Die Aktie der Deutschen Bank ist nach wie vor unterbewertet und bleibt ein klarer Kauf. Anleger, die das Risiko eines Direktinvestments in die Aktie scheuen, sollten auf das Derivat des Tages vom 15.02. setzen und mit einem Bonuszertifikat (mit einem sehr üppigen Sicherheitslevel) von der Entwicklung der Aktie profitieren.

Barclays hat erneut seine Sonderstellung unter Beweis gestellt. Der Konzern wirtschaftet weiterhin hochprofitabel, hat eine solide Bilanz und dürfte auch in Zukunft von seiner sehr breiten geographischen Diversifizierung profitieren. Die aktuelle Bewertung mit einem 2010er-KGV von 9 ist daher immer noch viel zu günstig. Zudem ist die Aktie auch aus charttechnischer Sicht sehr aussichtsreich. Das Kursziel beträgt 4,00 Euro, der Stoppkurs sollte bei 2,30 Euro platziert werden.
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