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Deutsche Bank: Kursplus vor den Zahlen

Thorsten Küfner

Einen Tag vor der Bekanntgabe der mit Spannung erwarteten Zahlen für das vierte Quartal legt die Aktie der Deutschen Bank bereits kräftig zu. Sollten Anleger jetzt noch auf den fahrenden Zug aufspringen?

Die Deutsche Bank legt morgen ihre Zahlen für das vierte Quartal 2011 vor. Bereits heute haussieren die Aktien des deutschen Marktführers. Neben der freundlichen Stimmung an den Märkten beflügelt den Kurs auch die Meldung, wonach die Deutsche Bank offenbar mindestens vier Interessenten für Teile ihrer Vermögensverwaltung hat. Anscheinend positionieren sich im heutigen Handel auch Investoren, die mit starken Zahlen und/oder einem positiven Ausblick für 2012 rechnen.

Letzte Quartalszahlen von Ackermann

Analysten rechnen damit, dass Konzernchef Josef Ackermann, der übrigens das letzte Mal als Vorstandsvorsitzender das Quartalsergebnis präsentieren wird, einen Quartalsgewinn von 534 Millionen Euro beziehungsweise 0,55 Euro je Aktie ausweisen wird. Für das Gesamtjahr dürfte sich das Vorsteuerergebnis auf 6,8 Milliarden Euro belaufen. Ursprüngliche hatte der DAX-Konzern einen Gewinn von zehn Milliarden Euro angepeilt, wegen der Turbulenzen an den Finanzmärkten wurde dieses ambitionierte - aber bis dato durchaus realistische Ziel - im Herbst kassiert.

Der Nettogewinn dürfte knapp 4,5 Milliarden Euro oder 4,67 Euro pro Anteilschein betragen. Die Dividende für das abgelaufene Jahr soll bei 0,75 Euro je Aktie liegen. Nicht gerade viel, aber kein Wunder, da die Deutsche Bank bereits angekündigt hatte, ihr Eigenkapital durch die Einbehaltung von Gewinnen weiter stärken zu wollen.

Immer noch günstig bewertet

Mit einem KGV von 7 und einem KBV von 0,6 ist die Aktie des deutschen Marktführers immer noch günstig bewertet. Die Beruhigung an den Finanzmärkten spielt dem stark im Investmentbanking aktiven Bankenriesen zusätzlich in die Karten. Für einen Einstieg, den allerdings weiterhin nur mutige Anleger wagen sollten, ist es daher noch nicht zu spät. Das Kursziel lautet weiterhin 46,00 Euro, der Stopp sollte bei 25,00 Euro belassen werden.

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