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Deutsche Bank: Jetzt wird es ernst

Thorsten Küfner

Die Deutsche Bank hat offenbar zusammen anderen Großbanken wie etwa der UBS und eine Vorladung zur Untersuchung der Libor-Affäre erhalten. Dem Frankfurter Bankenriese droht eine Strafe in dreistelliger Millionenhöhe und möglicherweise noch Klagen in Milliardenhöhe.

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Die Deutsche Bank hat nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg eine Vorladung im Libor-Skandal erhalten. Der Frankfurter DAX-Konzern wird dann ebenso wie die UBS, die britischen Großbanken Barclays, HSBC und RBS sowie die US-Geldhäuser Citigroup und JPMorgan Stellung nehmen müssen zu den Vorwürfen, den für die Finanzbranche enorm bedeutenden Interbankenzins Libor manipuliert zu haben. Ein Schuldspruch hätte schwerwiegende Folgen.

Es dürfte teuer werden

Der Deutschen Bank droht ein hohes Bußgeld. Barclays musste bereits 290 Millionen Pfund (knapp 360 Millionen Euro) Strafe bezahlen. Möglicherweise könnte es im Falle einer Verurteilung auch noch zu Klagen von Investoren kommen, die im Zuge des manipulierten Libor-Zinsatzes Geld verloren haben beziehungsweise nicht verdient hatten (der Zinssatz soll künstlich niedrig gehalten worden sein). Hier könnten noch Belastungen in Milliardenhöhe auf die Frankfurter zukommen.

Nur für Mutige

Trotz der aktuell günstigen Bewertung der Aktie der Deutschen Bank bleibt der DAX-Titel aufgrund der zahlreichen Unsicherheiten wie dem Libor-Skandal und der schwelenden Schuldenkrise nur für sehr mutige Anleger geeignet. Auch aus charttechnischer Sicht ist Vorsicht angebracht. Für einen Neueinstieg sollten Kurse über 26,00 Euro abgewartet werden. Die Position sollte mit einem Stopp bei 22,00 Euro abgesichert werden.

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