Das größte deutsche Geldinstitut hat im vierten Quartal deutlich weniger verdient, als Analysten erwartet hatten. Der scheidende Vorstand Josef Ackermann muss einen Einbruch um 76 Prozent vermelden.
Die Deutsche Bank hat mit den Zahlen zum Schlussquartal 2011 die Markterwartungen deutlich verfehlt. Deutschlands Nummer 1 verdiente unter dem Strich 147 Millionen Euro und damit drei Viertel weniger als noch im Vorjahreszeitraum. Die Analysten hatten im Schnitt mit mehr als einer halben Milliarde Euro gerechnet.
Hoher Verlust im Investment-Banking
Vor Steuern verbuchte die Deutsche Bank sogar einen Verlust von 351 Millionen Euro. Hier hatte die Konsensschätzung bei einem Gewinn von rund 900 Millionen Euro gelegen. Die Deutschbanker führen den starken Ergebniseinbruch auf die "äußerst schwierigen Marktbedingungen" zurück. Deshalb seien die Bereiche Investment-Banking und Firmenkunden schlecht gelaufen. Allein im Investment-Banking musste das Institut im Schlussquartal einen Verlust von rund 420 Millionen Euro hinnehmen.
"Sehr schlecht"
In einer ersten Reaktion sprechen die Händler in Frankfurt von „sehr schlechten" Ergebnissen. Für große Verwunderung sorge, warum die Deutsche Bank beim Vorsteuerergebnis die Markterwartungen derart deutlich verfehlt hat. Man müsse weitere Details abwarten, so ein Analyst.
Schlichtweg enttäuschend
Die Zahlen der Deutschen Bank sind enttäuschend. Entsprechend deutlich fällt das Minus von rund sechs Prozent im vorbörslichen Handel aus. Der Ausbruch über den Widerstand bei 33,90 Euro ist damit auch vorerst hinfällig. Es ist vielmehr mit weiteren Gewinnmitnahmen zu rechnen. Möglicherweise wird noch einmal der kurzfristige Aufwärtstrend, der unter 30 Euro verläuft, getestet. Neueinsteiger sollten eine Beruhigung abwarten.
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