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Deutsche Bank: Gewinn übertrifft Prognosen

Thorsten Küfner

Die Deutsche Bank hat im zweiten Quartal einen Überschuss von 1,2 Milliarden Euro erwirtschaftet. Damit übertraf der Finanzriese die Analystenprognosen von durchschnittlich 1,05 Milliarden Euro. Dabei brach der Gewinn im Handelsgeschäft wegen der jüngsten Marktturbulenzen stark ein.

Die Deutsche Bank hat zwischen April und Juni erneut einen Gewinn in Milliardenhöhe eingefahren. Mit einem Nettoergebnis von 1,20 Milliarden Euro übertrafen die Frankfurter damit die Markterwartungen von durchschnittlich 1,05 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte der DAX-Konzern noch 1,1 Milliarden Euro verdient, im traditionell starken Auftaktquartal des laufenden Jahres waren es satte 1,7 Milliarden Euro. Zu schaffen machte der Deutschen Bank vor allem das schwache Marktumfeld. Der Gewinn im Handelsgeschäft brach daher von 2,6 Milliarden Euro auf nur noch 110 Millionen Euro ein. Im Zins- und Provisionsgeschäft verdiente der deutsche Branchenprimus hingegen wieder mehr.

"Strikte Risiko- und Bilanzdisziplin bewahrt"

Sehr erfreulich entwickelte sich die Risikovorsorge. Während die Deutsche Bank vor einem Jahr noch knapp eine Milliarde Euro für Problemkredite zurückstellen musste, waren es im zweiten Quartal 2010 nur noch 243 Millionen Euro und damit deutlich weniger als erwartet.

Konzernchef Josef Ackermann zeigte sich mit dem abgelaufenen Quartal zufrieden: "In einem Quartal, das von erhöhter Unsicherheit der Investoren und höherer Marktvolatilität geprägt wurde, konnte sich auch unser Investment Banking dem branchenweiten Trend zu schwächerer Profitabilität nicht entziehen. Dessen ungeachtet hat der Bereich weiter Marktanteile gewonnen und dabei seine strikte Risiko- und Bilanzdisziplin bewahrt." Zur kompletten Unternehmensmeldung.

Aktie bleibt ein Kauf

Die Zahlen der Deutschen Bank waren angesichts der schwierigen Marktlage zufriedenstellend. Angesichts eines 2010er-KGVs von 7 und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,8 ist die Aktie des Marktführers immer noch deutlich unterbewertet und für langfristig orientierte Anleger ein klarer Kauf. Das Kursziel lautet weiterhin 62,00 Euro, der Stoppkurs sollte bei 42,00 Euro belassen werden.

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