Deutsche Bank: Erinnerungen an die Finanzkrise 2008
Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann sieht sich aufgrund der aktuellen Situation an den Märkten um rund drei Jahre zurückversetzt. Die starken Kursrückgänge der Finanztitel wecken durchaus Erinnerungen an den Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008.
"Seit Jahresbeginn haben manche europäische Banken sogar ein Drittel und mehr ihrer Marktkapitalisierung eingebüßt", so Josef Ackermann auf der Handelsblatt-Tagung "Banken im Umbruch" in Frankfurt. Vor rund drei Jahren fiel die Weltwirtschaft nach der Pleite von Lehmann Brothers in eine schwere Rezession.
Banken besser kapitalisiert als 2008
Die Aussichten für die Finanztitel sind derzeit nicht gerade rosig. Die Banken seien von den Auswirkungen der Schuldenkrise in vielfältiger Weise betroffen, etwa durch ihr Engagement in den Schuldenländern. "All dies erinnert an den Herbst 2008, obwohl der europäische Bankensektor im Vergleich zu damals heute deutlich besser kapitalisiert und weniger von kurzfristiger Liquidität abhängig ist", so Ackermann weiter. Besonders hob der Deutsche Bank-Chef hervor, dass die Banken weniger toxische Aktiva in ihren Bilanzen, und das Risikomanagement verbessert habe.

Keine Rezession
Zuletzt hatte der Vorstand der Deutschen Bank betont, dass es keine neue Rezession geben werde. Josef Ackermann glaubt nicht an einen erneuten Rückfall in eine Rezession. "Wir werden keine Rezession erleben, in den Schwellenländern sowieso nicht", so Ackermann bei einem Podiumsgespräch der Stiftung Zukunft Berlin vergangene Woche. Vielmehr geht Ackermann davon aus, dass Deutschland auch im kommenden Jahr um 1,5 Prozent wachsen werde. Auch in den USA sehe Ackermann keinen Rückgang der Wirtschaftsleistung.

Fundamentaldaten wichtig
Einen Seitenhieb gibt es von Ackermann Richtung Investoren. Seiner Meinung nach sollte schnellstmöglich ein umdenken einsetzen. "Wir brauchen wieder Investoren, die langfristig kaufen und halten, die auf die Fundamentaldaten schauen,", so der Chef der Deutschen Bank
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