Deutsche Bank, Commerzbank: Die Wochen der Wahrheit
Andreas Deutsch
Für Anleger, die auf Bankaktien setzen, wird es spannend: Am Donnerstag öffnet die Deutsche Bank ihre Bücher und präsentiert die vorläufigen Zahlen zum vierten Quartal und zum Geschäftsjahr 2011. Schafft es Ackermann, die reduzierten Prognosen der Analysten zu übertreffen?
Zum letzten Mal wird Josef Ackermann die Zahlen präsentieren. Die Bilanz für das erste Quartal 2012 werden Ackermanns Nachfolger Anshu Jain und Jürgen Fitschen vorlegen. Die Analysten erwarten im Durchschnitt, dass die Deutsche Bank im Geschäftsjahr 2011 einen Vorsteuergewinn von 6,8 Milliarden Euro erzielt hat. Ursprünglich wollte die Deutsche Bank ein Vorsteuerergebnis von zehn Milliarden Euro erzielen. Angesichts der Marktturbulenzen und aufgrund von Abschreibungen auf griechische Anleihen verabschiedete sich die Deutsche Bank vor Monaten von diesem Ziel.
Wie viel muss die Commerzbank abschreiben?
Bei der Commerzbank müssen sich die Anleger noch gedulden. Die Bilanzpressekonferenz findet am 23. Februar statt. Nach vorläufigen Angaben hat die Commerzbank im vierten Quartal 1,2 Milliarden Euro verdient. Allerdings sind darin noch keine Abschreibungen auf griechische Anleihen enthalten.
Günstig zu haben
Die Furcht der Anleger vor einer Eskalation der Euro-Krise war das beherrschende Thema am Montag an der Börse. Bank-Aktien gingen auf Talfahrt. Für den AKTIONÄR bedeuten schwache Handelstage eine gute Einstiegschance. Auf dem aktuellen Niveau sind sowohl Commerzbank als auch Deutsche Bank attraktiv bewertet. Die Commerzbank-Aktie kommt auf ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von nur 0,4, die Deutsche Bank auf 0,6. Das sind historisch niedrige Werte. Beide Aktien sind ein Kauf, wobei bei der Commerzbank nur risikobereite Anleger zugreifen sollten. Der Stoppkurs sollte bei 25 Euro beziehungsweise 1,20 Euro gesetzt werden.
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