Deutsche Bank: Aktie bricht ein - Analyst trotzdem sehr optimistisch
Die Aktien von Deutscher Bank und Commerzbank haben am Mittwoch kräftig nachgegeben. Verschiedene Aussagen und Presseberichte belasteten die Bankenwerte, nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Philipp Häßler von Equinet sagt trotzdem "Kaufen".
Die Aktie der Deutschen Bank notiert am Mittag mit über sechs Prozent im Minus. Händler verwiesen auf Aussagen und Berichte über Banken und auch den Rettungsschirm ESM. So belasteten einerseits Aussagen von Deutsche-Bank-Co-Chef Anshu Jain am Dienstagabend auf einer Finanzkonferenz in London den gesamten Sektor, hieß es. Jain kündigte dort für das laufende Quartal Sonderbelastungen wegen des Stellenabbaus und der anhängigen Rechtsstreitigkeiten an.
Hohe Kosten
Laut Jain gebe es Gegenwind auf der Kostenseite, sagte er laut einem Börsianer. Um Eigenkapital freizusetzen, wolle die Bank rund 90 Milliarden Euro an Risiken loswerden und rechne dabei mit Kosten von einer halben Milliarde Euro.
Steinbrück will Banken aufspalten
Zudem wurde auf Aussagen des möglichen SDP-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück verwiesen, der die Banken aufspalten will. Das Investmentbanking solle vom klassischen Bankgeschäft getrennt werden und Banken künftig selbst für Fehlspekulationen haften, fordert Steinbrück.
Kursziel: 40 Euro
Equinet hat die Einstufung für die Deutsche Bank trotzdem auf "Buy" mit einem Kursziel von 40 Euro belassen. Dass der Top-Manager laut den Meldungen von einer besseren Entwicklung des Investmentbanking gesprochen habe, sei wenig überraschend gewesen, schrieb Analyst Philipp Häßler in einer Studie vom Mittwoch. Bereits beim Investorentag sei darauf hingewiesen worden, dass sich diese Sparte solide entwickelt habe. Zudem sei das Vorjahresquartal besonders schwach gewesen.

Chance zum Einstieg
Auch der AKTIONÄR sieht die Aktie der Deutschen Bank positiv und hält an seinem Kursziel von 40 Euro fest. Der Stoppkurs sollte bei 26,50 Euro gesetzt werden.
Mit Material von dpa-AFX
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