Der SMA-Solar-Hammer: Verkaufssignal droht
Charttechnisch hatte sich das Ungemach schon angekündigt. Nun ist die Aktie des Wechselrichter-Marktführers eingebrochen. Grund ist eine satte Gewinnwarnung.
Der Musterknabe wird zum Sorgenkind. Der lange Zeit hochprofitable Inverter-Hersteller SMA Solar hat (erneut) eine satte Gewinnwarnung vorgelegt. Entsprechend fällt die Aktie am Freitag um rund fünf Prozent. Der Wortlaut der Meldung: "Die radikale Absenkung der Förderung insbesondere in Deutschland führt zu einem Einbruch der Nachfrage in den Hauptmärkten für mittelgroße Solaranlagen und solare Großkraftwerke. Es ist derzeit nicht absehbar, ob die Märkte in Asien und Amerika den Rückgang vollständig kompensieren können."
KGV steigt sprunghaft
SMA rechnet nun für 2012 mit einem rückläufigen Umsatz auf 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro. Der eigentliche Hammer ist das rasche Dahinschmelzen der Rentabilität: Nachdem die EBIT-Marge 2010 bei über 25 Prozent und 2011 bei immerhin noch bei 15 Prozent lag, soll sie dieses Jahr auf "fünf bis zehn Prozent" fallen. Im schlechtesten Fall erhöht sich das 2012er-KGV von bisher rund 10 auf über 30.
Solarexperte Wolfgang Hummel sagte dem AKTIONÄR am Freitag: "Wir rechnen mit stärkeren Umsatzeinbrüchen auf dem PV-Markt als von SMA angenommen. SMA wird weiter Marktanteile verlieren." Der Marktanteil war in den letzten Jahren bereits von 60 Prozent auf nur noch knapp über 30 Prozent zurückgegangen.

Aktie bleibt ein Verkauf
Auch aus charttechnischer Sicht - gerade wurde Intraday ein Zweijahrestief erreicht - ergibt sich weiteres Abwärtspotenzial. DER AKTIONÄR bleibt bei seiner skeptischen Haltung (siehe auch "SMA Solar: Jetzt wieder abwärts"). Mit dem nachhaltigen Unterschreiten der 35-Euro-Marke würde ein weiteres klares Verkaufssignal generiert. Die nächste nennenswerte Unterstützung käme dann erst bei 30 Euro.
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