Steffen Eidam
Während EADS eine milliardenschwere Order für Kampfflugzeuge an den Konkurrenten Dassault verloren hat, konnte die zivile Tochter Airbus einen weiteren Big Deal vermelden. Auch aus charttechnischer Sicht hat die Aktie ein Kaufsignal generiert.
Der europäische Gemeinschaftskonzern EADS steht erneut im Fokus der Anleger. Nachdem die Nachfolge der Führungsriege geregelt und ein Wachstumsprogramm auf den Weg gebracht wurde, konnte Airbus einen neuen Milliardenauftrag gewinnen. Diese Nachricht sowie die positive Charttechnik dürfte den starken Aufwärtstrend weiter beflügeln.
Verkaufsschlager A320
Der Low Cost Carrier Spirit Airlines hat 75 Flugzeuge der Airbus A320-Serie bestellt. Der Auftrag umfasst 30 herkömmliche Flugzeuge aus der A320 Familie und 45 Maschinen aus der A320neo Familie. "Seit sieben Jahren setzen wir die Flugzeuge der A320-Familie mit großem Erfolg ein", sagte Spirit-Chef Ben Baldanza. "Die Flugzeuge haben sich in jeder Hinsicht - Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit, Komfort und Effizienz - bestens bewährt. Mit den weiteren A320-Flugzeugen und den neuen A320neo-Flugzeugen werden wir auf all den Vorteilen weiter aufbauen, die uns diese Flugzeuge bisher gebracht haben."
Daumen hoch
Die Analysten der UBS raten zum Einstieg bei EADS. Das Kursziel wurde von 22 Euro auf 31 Euro angehoben. In der Begründung hieß es, der schwache Euro sei positiv für das Unternehmen, denn viele Verträge werden in Dollar abgeschlossen. Den Experten zufolge dürfte die Schwäche des Euro anhalten. Die Gewinnprognose für 2012 wurde allerdings von 2,04 Euro je Aktie auf 1,88 Euro nach unten revidiert.
Allzeithoch im Visier
Mit dem Sprung über das alte Hoch bei 25 Euro hat die EADS-Aktie ein neues charttechnisches Kaufsignal generiert. Auch aus fundamentaler Sicht läuft es nicht zuletzt aufgrund der prall gefüllten Auftragspipeline gut bei EADS. Trotz der jüngsten Kursrallye hat das Papier vor allem mittel- bis langfristig noch Luft nach oben. Ziel bleibt das Allzeithoch bei rund 35 Euro.