Demag Cranes: Neuer Großaktionär positioniert sich
Markus Bußler
Der Kranenbauer Demag Cranes hat einen neuen Großaktionär. Der schwedische Finanzinvestor Cevian Capital hat einen Anteil von knapp über zehn Prozent an der im MDAX notierten Gesellschaft erworben. Cevian schließt eine Erhöhung des Anteils nicht aus.
Allerdings heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung auch, der Erwerb einer Sperrminorität sei nicht geplant. Cevian hatte bereits Anfang 2009 angekündigt, sich vor allem mittelgroße Firmen aus dem Börsenindex MDAX anzuschauen. Er sei von der Technologie- und Innovationsführerschaft von Demag Cranes überzeugt und glaube an den weiteren Erfolg der starken Marken Demag und Gottwald, schreibt der Investor in einer Mitteilung vom Freitag. Allerdings spiegle die aktuelle Bewertung den fundamentalen Wert von Demag nicht angemessen wider.
Aus Eigenmitteln finanziert
Cevian Capital hat das Aktienpaket nach eigenen Angaben zum Teil über die Börse, zum Teil aber auch über Finanzinstrumente gekauft. Der Kauf wurde ausschließlich aus Eigenkapital finanziert. Cevian Capital wird als aktivistischer Anteilseigner beschrieben, der versuche, über eine Minderheitsbeteiligung Einfluss auf die Strategie unterbewerteter Unternehmen zu nehmen. Die Gesellschaft verwaltet rund drei Milliarden Euro. Zum aktuellen Portfolio gehören unter anderem der Lastwagenhersteller Volvo und der internationale Technologiekonzern Metso.
Die Aktie von Demag Cranes reagiert mit einem Kurssprung auf die Nachricht des Einstiegs von Cevian. Vor allem die Ankündigung, den Anteil eventuell ausbauen zu wollen, sorgt für Fantasie an der Börse. Zudem haben sich auch die Rahmenbedingungen für Demag Cranes zuletzt verbessert. Zwar leidet das spätzyklische Geschäft des Kranenherstellers nach wie vor unter der Krise. Doch im zweiten Halbjahr sollten die Bestellungen wieder zuenehmen. Investierte Anleger sollten an ihren Papieren festhalten.
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