Markus Bußler
Der Aufschwung kommt mehr und mehr auch bei dem Kranenbauer Demag Cranes an. Im dritten Geschäftsquartal verzeichnete das Unternehmen deutlich mehr Aufträge. Allerdings hat der MDAX-Konzern beim Umsatz die Analystenschätzungen verfehlt.
"Im dritten Geschäftsquartal konnten wir nun stärker von der weltweiten konjunkturellen Erholung profitieren und deutlich mehr Bestellungen verzeichnen. Darüber hinaus profitieren wir beim Ergebnis von den Kostensenkungseffekten der erfolgreichen Restrukturierung. Damit haben wir eine solide Basis für den weiteren Aufschwung unseres Geschäfts gelegt", erklärt Vorstandsvorsitzender Aloysius Rauen.
Geschäft des Spätzyklikers profitiert
In Zahlen ausgedrückt liest sich das so: Der Auftragseingang stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 39,6 Prozent auf 242,9 Millionen Euro. Beim Umsatz büßte Demag Cranes 7,0 Prozent auf 205,1 Millionen Euro ein. Da Demag Cranes als Spätzykliker gilt, profitiert das Unternehmen von einem Aufschwung in der Regel mit einer Verzögerung von sechs bis zwölf Monaten.
Interessant: Alle drei Bereiche, also Industriekrane, Hafentechnologie und Services, konnten beim Auftragseingang profitieren. Auch das in der Krise arg gebeutelte Segment Hafentechnologie erholt sich. Nach Konzernangaben sehen einige Hafenbetreiber bereits wieder positive Zuwachsraten beim Containerumschlag. Auch die Auslastung der Häfen steige wieder.

Rücksetzer nutzen
Da der Umsatz leicht unter den Schätzungen der Analysten lag, könnte die Aktie von Demag Cranes heute zum Handelsauftakt leicht unter Druck geraten. Anleger sollten sich davon jedoch nicht verunsichern lassen. Der Aufschwung kommt mehr und mehr bei dem Kranenbauer an. Die Story stimmt: Die Auftragseingänge erholen sich zusehends. Davon werden auch die Umsätze in den kommenden Quartalen profitieren. Rücksetzer sollten zum Kauf genutzt werden.