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Demag Cranes: Das Schlimmste überstanden?

Markus Bußler

Der Kranhersteller Demag Cranes leidet wie erwartet im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 unter der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise. Der Auftragseingang lag bei 184,5 Millionen Euro und damit 34,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.

Auch beim Auftragsbestand musste Demag Cranes deutliche Einbußen verkraften. Er fiel von 488,1 Millionen auf 297,3 Millionen Euro. "Wir verzeichnen Stabilisierungstendenzen auf immer noch niedrigem Niveau. Ein Ende der schwachen Nachfrage in vielen wichtigen Märkten ist aber weiterhin noch nicht absehbar", erklärt Vorstandsvorsitzender Aloysius Rauen.

EBIT stabilisiert sich langsam

Eine Stabilisierung lässt sich bei dem Konzern-EBIT erkennen. Im ersten Quartal erwirtschaftete der Konzern ein EBIT von 9,2 Millionen Euro nach 30,5 Millionen im Vorjahreszeitraum. Dabei brach das EBIT vor allem im Segment Industriekrane von 11,3 auf 2,0 Millionen Euro ein, im Bereich Hafentechnologie musste sogar ein negatives EBIT von 2,6 Millionen Euro verkraftet werden. Verglichen mit dem vierten Quartal 2008/2009 verbesserte sich das operative EBIT in der Berichtsperiode trotz eines geringeren Umsatzes leicht. Hier machten sich erste positive Effekte aus dem Restrukturierungsprogramm bemerkbar.

Konzern praktisch frei von Schulden

Demag Cranes konnte die Nettofinanzverbindlichkeiten weiter zurückfahren. Zum 31. Dezember wies der MDAX-Konzern nur noch einen Schuldenstand von 1,0 Millionen Euro aus - 5,3 Millionen weniger als noch vor einem Jahr. Die Eigenkapitalquote stieg von 27,8 auf 29,4 Prozent.

Der Vorstand den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr. Die Umsatzentwicklung soll  gegenüber dem Geschäftsjahr 2008/09 rückläufig sein. Die Konzern-EBIT-Marge soll im mittleren einstelligen Prozentbereich liegen. "Wir haben im vergangenen Geschäftsjahr frühzeitig und konsequent auf die Wirtschafts- und Finanzkrise reagiert. Mit den eingeleiteten Maßnahmen zur Konzernintegration und Restrukturierung erhöhen wir die Effizienz im Konzern und unsere Wettbewerbsfähigkeit", erklärt Rauen.

Die Zahlen von Demag Crane sind keine Überraschung. Das Unternehmen leidet unter der Finanzkrise, dürfte aber das Schlimmste hinter sich haben. Aufgrund des spätzyklischen Charakters des Geschäfts sind die Vergleichswerte aus den ersten beiden Geschäftsquartalen noch realtiv hoch. Anleger sollten sich von dem deutlichen Rückgang auf Jahresbasis nicht verunsichern lassen. DER AKTIONÄR hält an seiner Kaufempfehlung nach den Zahlen fest.

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