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Delticom-Aktie: Trotz Commerzbank-Rückenwind unter Druck

Michael Herrmann

Der Internet-Reifenhändler Delticom hat zuletzt ernüchternde Halbjahreszahlen präsentiert. Für die Commerzbank ist das kein Grund zur Beunruhigung. Die Experten der zweitgrößten Privatbank Deutschlands sehen großes Aufwärtspotenzial. Anleger sehen das aber offenbar anders.

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Die Zeiten horrender Wachstumszahlen scheinen beim Online-Reifenhändler Delticom vorbei zu sein. Im ersten Halbjahr ging der Umsatz des SDAX-Konzerns um 2,5 Prozent auf 193,3 Millionen Euro zurück. Das EBIT verschlechterte sich um 29 Prozent auf 13,2 Millionen Euro. Dies Ergebnis je Aktie ging sogar um 31 Prozent 1,08 auf 0,74 Euro zurück. Anleger haben entsprechend verstimmt reagiert und das Papier wieder auf Talfahrt geschickt.

Aufwärtspotenzial von über 30 Prozent

Die Commerzbank stuft die Delticom-Aktie dennoch auf "Buy" mit einem Kursziel von 68 Euro ein. Auf aktuellem Kursniveau ergibt sich hieraus immerhin ein Aufwärtspotenzial von mehr als 30 Prozent. Analyst Dennis Schmitt habe zwar den Eindruck, dass der Konzernchef Rainer Binder den Delticom in den nächsten Jahren verlassen könnte, dies stelle jedoch keine Bedrohung des Unternehmens dar. Aus der Konzernleitung sei schließlich auch Philip von Grolman von Beginn an dabei und kenne den Konzern daher genau so gut.

Weiter kein Kauf

DER AKTIONÄR hat bereits in Ausgabe 09/12 darauf hingewiesen, dass sich die Rahmenbedingungen für den Pionier des deutschen Online-Reifenhandels verschlechtert haben. Damals notierte die Aktie bei 76,53 Euro. Das damalige Kursziel von 60 Euro wurde bereits deutlich unterschritten. Angesichts der Geschäftsentwicklung des ersten Halbjahres hat DER AKTIONÄR das Kursziel aber bereits auf 47 Euro gesenkt. Die Aktie ist damit weiterhin kein Kauf.

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