Delticom: Ernüchterung statt Euphorie
Delticom war jahrelang ein gefeierter Star am Aktienmarkt. Zuletzt hat die Aktie aber deutlich korrigiert. Für Ernüchterung haben in der vergangenen Woche schwache Halbjahreszahlen gesorgt. Finanzvorstand Frank Schuhardt hat nun hohen Erwartungen für das zweite Halbjahr einen Dämpfer verpasst.
Der einstige Überflieger Delticom hat in der vergangenen Handelswoche ernüchternde Halbjahreszahlen veröffentlicht. Der Internet-Reifenhändler litt unter der Kaufzurückhaltung der europäischen Autofahrer. Auf das ernüchternde Halbjahr hat Delticom mit einer Senkung der Jahresprognose reagiert. Statt um zehn Prozent soll der Umsatz nur noch um fünf Prozent wachsen.
"Nur unter sehr guten Bedingungen"
"Unsere ursprünglichen Ziele können wir nur unter wirklich sehr guten Rahmenbedingungen erreichen", erläuterte Finanzvorstand Frank Schuhardt im Gespräch mit dem Deutschen Anleger Fernsehen. "Da muss es schneien im vierten Quartal und zwar nicht nur in Deutschland, sondern überall in Europa."
Experten bleiben optimistisch
Bei den Analysten stößt Delticom trotz des enttäuschenden ersten Halbjahres weiterhin auf große Gegenliebe. "Aus meiner Sicht hat sich das Unternehmen in einem doch sehr schwachen Marktumfeld sehr gut geschlagen und sich in einem gewissen Maße von der Marktentwicklung abkoppeln können", sagte Martin Decot von Close Brothers Seydler Research ebenfalls im Gespräch mit dem Deutschen Anleger Fernsehen. Tim Rokossa von der Deutschen Bank hat unterdessen die Einstufung auf Hold mit einem Kursziel von 60 Euro beibehalten.

Weiteres Abwärtspotenzial
DER AKTIONÄR sieht sich durch die enttäuschenden Halbjahreszahlen in seiner skeptisch Haltung bestätigt. Nach den starken Kursverlusten der vergangenen Monate ist zwar ein Teil des verringerten Wachstumspotenzials bereits eingepreist. Bis zum Kursziel von 47 Euro hat die Aktie aber noch etwas Luft nach unten. Delticom ist damit weiterhin kein Kauf.
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