Delticom: Commerzbank sagt "Kaufen"
Der Online-Reifenhändler Delticom war jahrelang einer der größten Überflieger am deutschen Aktienmarkt. Zuletzt ist die Aktie aber spürbar unter Druck geraten. Insiderverkäufe verstärken diesen Trend. Die Commerzbank bleibt dennoch zuversichtlich und sieht deutliches Aufwärtspotenzial.
Insiderverkäufe gelten im Allgemeinen als schlechtes Vorzeichen. Bei Delticom hat es diese in den vergangenen Tagen in großem Stile gegeben. Allein Aufsichtsratsmitglied Alan Revie hat 100.000 Aktien zum Preis von 67,20 Euro verkauft. Insgesamt hat sich Revie damit von Anteilen im Gesamtwert von rund 6,72 Millionen Euro getrennt. Die Prüfer GmbH, deren Geschäftsführer der Delticom-Aufsichtsratschef Andreas Prüfer ist, hat zum gleichen Aktienpreis sogar 200.000 Aktien verkauft und damit 13,44 Millionen Euro erlöst.
Kursziel bleibt bei 90 Euro
Die massiven Verkäufe sind für die Commerzbank kein Grund zur Verunsicherung. Analyst Dennis Schmitt stuft die Aktie des Internet-Reifenhändlers Delticom unverändert mit "Buy" und einem Kursziel von 90 Euro ein. Die Aktienverkäufe lassen laut Schmitt keine Rückschlüsse auf ein schwächeres Geschäftsumfeld zu. Der Experte schreibt die Verkäufe vielmehr den erforderlichen Investitionen in den eigenen Unternehmen der beiden Aufsichtsräte zu.

Zu teuer
DER AKTIONÄR sieht sich durch die Insiderverkäufe sowie durch den schwachen Jahresauftakt in seiner Skepsis bestätigt. Der Pionier des Online-Reifenhandels hat mit einer stark wachsenden Konkurrenz zu kämpfen und muss sich auf deutlich heftigeren Gegenwind einstellen. Die Delticom-Aktie ist nach wie vor reif für eine Korrektur bis 60 Euro, zumal der nachhaltige Bruch der charttechnisch wichtigen Untersützung knapp unterhalb der 70 Euro-Marke droht.
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