DAX schließt deutlich schwächer: Deutsche Post, E.on, Hochtief, Munich Re und Volkswagen im Fokus
Der DAX ist heute mit einer Verzögerung von fast anderthalb Stunden in den Tag gestartet. Ein Hardwarefehler hatte zuvor nur die Ermittlung der Eröffnungskurse einzelner Werte und Indizes ermöglicht. Gegen Mittag rutschte der DAX dann leicht ins Minus, weil die Sorgen um Frankreich und vor allem Griechenland wieder verstärkt in den Fokus rückten. Am Nachmittag ging es dann steil bergab. Der DAX schloss 1,90 Prozent schwächer bei 6.444,74 Punkten.
Deutsche Post überrascht positiv
Die Deutsche Post verdiente im ersten Quartal mehr als erwartet. Während der Umsatz um vier Prozent auf 13,4 Milliarden Euro zulegte, stieg der operative Gewinn (EBIT) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 691 Millionen Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten im Mittel einen Umsatz von 13,0 Milliarden Euro, einen operativen Gewinn (EBIT) von 656 Millionen Euro und einen Überschuss erwartet. Dabei half vor allem das florierende Geschäft in Asien und der boomende Internet-Handel.
E.on: Gansetztochter-Verkauf vor Abschluss
E.on bastelt weiter fleißig am Konzernumbau. Der geplante Verkauf der Ferngasnetzes Open Grid Europe soll offenbar bereits in der kommenden Woche abgeschlossen werden. Bis zum morgigen Mittwoch können die Bieter ein letztes Angebot für Open Grid Europe abgeben. der Aufsichtsrat bereits am kommenden Mittwoch den 16. Mai den Zuschlag erteilen.Zahlreiche namhafte Bieter sind an der Tochter des DAX-Konzerns interessiert.
Hochtief schreibt rot
Deutschlands größter Baukonzern Hochtief schreibt auch nach dem Verlustjahr 2011 auch im ersten Quartal 2012 rote Zahlen. In den ersten drei Monaten stand ein Vorsteuerverlust von 91 Millionen Euro in den Büchern - vor einem Jahr hatte dieser noch bei 444 Millionen Euro gelegen. Der Grund für die Verluste sind die anhaltenden Probleme der australischen Tochter Leighton mit zwei Großprojekten. Deswegen hatte Hochtief bereits im Februar die Jahresprognose gesenkt.
Munich Re verdient gut
Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re hat im ersten Quartal von ausgebliebenen Großschäden profitiert. Im ersten Quartal verdiente der Konzern sogar mehr als im gesamten Jahr 2011. Insgesamt stand unter dem Strich ein Gewinn von 782 Millionen Euro in den Büchern. Experten hatten damit gerechnet, nachdem Munich-Re-Chef Nikolaus von Bomhard bei der Hauptversammlung in der vergangenen Woche bereits angekündigt hatte, dass der Konzern im ersten Quartal mehr als 750 Millionen Euro verdient hat. Im laufenden Jahr rechnet die Munich Re weiter mit einem Gewinn von rund 2,5 Milliarden Euro.
Volkswagen läuft und läuft und läuft
Volkswagen hat im April mehr Autos der Marke VW verkauft. Demnach stieg der Absatz der Kernmarke um 6,3 Prozent auf 456.200 Fahrzeuge. In den ersten vier Monaten wurden 1,81 Millionen (plus 9,4 Prozent) Autos ausgeliefert. "Der Start ins zweite Quartal verlief für die Marke Volkswagen Pkw sehr erfreulich. Mit Blick auf die westeuropäischen Märkte bleiben wir aber weiterhin sehr wachsam", so Vertriebsvorstand Christian Klingler.
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