Deutsche Bank: Hoffnung auf Fed und EZB - Aktie bleibt eine Wette
Die Aktie der Deutschen Bank hat sich am Donnerstag nicht über der Marke von 28 Euro halten können. Auch am Freitagmorgen gerät das Papier des deutschen Marktführers unter Druck. Auf Interesse dürfte das das Treffen zwischen Antonis Samaras und Angela Merkel stoßen.
Der griechische Ministerpräsident und die Bundeskanzlerin werden am späten Vormittag über einen Aufschub bei den Sparvorgaben für Griechenland verhandeln. Angela Merkel lehnt Lockerungen bei den Reformauflagen sowie ein drittes Hilfspaket bisher ab. Dies sind ausdrückliche Wünsche von Samaras. Entscheidungen werden bei dem Besuch des seit Juni amtierenden Regierungschefs im Kanzleramt jedoch noch nicht erwartet.
Bullard verdirbt die Stimmung
Die Hoffnungen auf neue Liquiditätsspritzen durch die US-Notenbank haben indes einen Dämpfer erhalten. Der Präsident der regionalen Notenbank von St. Louis, James Bullard, sagte am Donnerstag dem Fernsehsender CNBC, es sei nicht sicher, ob nach den jüngsten Konjunkturdaten tatsächlich ein neues Anleihenkaufprogramm notwendig sei. Allerdings ist Bullard derzeit nicht stimmberechtigt im geldpolitischen Ausschuss der Fed.

Fed und EZB haben es in der Hand
Sollte es doch zu QE3 kommen und sollte die EZB endlich mit wirklich nachhaltigen Maßnahmen zur Bekämpfung der Krise starten, haben Finanzwerte weit überdurchschnittliches Potenzial. DER AKTIONÄR traut der Aktie der Deutschen Bank mittelfristig Kurse um 32 Euro zu. Langfristig hat das Papier Potenzial bis 40 Euro. Allerdings sollten wegen der Unsicherheiten nur risikobewusste Anleger einsteigen. Stoppkurs bei 22 Euro setzen!
Mit Material von dpa-AFX
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