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DAX: Griechenland und Frankreich sorgen für Blutbad

Markus Bußler

Tiefrot – und das ist noch schmeichelhaft ausgedrückt. So präsentiert sich der DAX heute zum Handelsauftakt. Die Wahlen in Griechenland und in Frankreich stürzen den Deutschen Leitindex in ein Tal der Tränen. Investoren werfen ihre Papiere ohne Rücksicht auf Verluste auf den Markt. Doch es gibt Hoffnung.

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Ganz überraschend kam das Ergebnis in Frankreich nicht. Dort konnte der Sozialist Francois Hollande bei der Präsidentschaftswahl einen Sieg einfahren. Von den Börsen war dies bereits in den vergangenen Wochen vorweggenommen worden. Anders sieht es in Griechenland aus: Es ist derzeit nicht klar, ob die derzeitige Regierung weiterregieren kann. Jetzt fürchten Börsianer Rückschritte im Reform- und Sparprozess. Allerdings gilt auch hier: Nach dem harten Sparkurs der vergangenen Wochen und Monate war es klar, dass die Griechen die beiden Großparteien bestrafen würden. Also dürfte das Ergebnis der Parlamentswahlen, bei dem vor allem kleinere Parteien am linken und rechten Ufer profitiert haben, nicht weiter überraschen. Die Konservativen unter Antonis Samaras haben ihre Führung behauptet, wenn auch mit kräftigen Verlusten.

Politische Börsen haben kurze Beine

Aber auch wenn die Verluste im frühen Handel in einigen Werten dramatisch aussehen: Anleger sollten sich auf das Sprichwort besinnen „Politische Börsen haben kurze Beine". In Frankreich ist zumindest außenpolitisch nicht mit einer radikalen Kursänderung zu rechnen. Und in Griechenland dürfte auch niemand ernsthaft einen Gedanken an einen Abschied vom Euro verschwenden. Die Sparbemühungen dürften also weitergehen. Vielleicht bietet die aktuelle Wahlniederlage in Griechenland den Parteien sogar die Möglichkeit, noch einmal über erfolgsversprechende Konzepte zur Stärkung der heimischen Wirtschaft nachzudenken.

Kaufen, wenn die Panik groß ist. Der heutige Tag könnte für mutige Anleger bereits eine Einstiegschance bieten. Die Welt hat sich seit dem Wochenende nicht dramatisch verändert. Die Schuldenkrise ist zwar zurück in das Bewusstsein der Investoren gerückt. Doch wirkliche Neuigkeiten sind die beiden Wahlausgänge nicht. Bei stark verprügelten Blue Chips sollten mutige Anleger bereits wieder zugreifen.

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