Dank Solarworld, Q-Cells, Conergy, SMA Solar, Centrosolar und Co: 25 Prozent grüner Strom in Deutschland
Erstmals wurde im ersten Halbjahr 2012 über ein Viertel des Stroms mit erneuerbaren Energien erzielt. Das größte Wachstum verzeichnete die Photovoltaik, die mittlerweile auf einen Anteil von über fünf Prozent kommt. Einen maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung haben deutsche Solarfirmen.
Auch 2012 feiert Deutschland neue Rekorde, wenn es um erneuerbare Energien geht. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres stieg der Anteil regenerativ erzeugten Stroms erstmals über 25 Prozent. Im Vorjahr waren es 21 Prozent.
Solarstrom auf Platz 3
Den stärksten Zuwachs verzeichnet die Photovoltaik, deren Leistung im Vergleich zum Vorjahr um 47 Prozent zulegte. Mittlerweile kommt Solarstrom auf einen Anteil von 5,3 Prozent, im Vorjahr waren es lediglich 3,6 Prozent. Damit ist Solarstrom hinter Windenenergie (9,2 Prozent Anteil) und Biomasse (5,7 Prozent) auf den dritten Platz der erneuerbaren Energien vorgerückt.
Der Beitrag der Wasserkraft an der Stromleistung stieg leicht auf 4,0 Prozent. Insgesamt ging der Stromverbrauch in Deutschland in den ersten sechs Monaten gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent auf 261,5 Milliarden Kilowattstunden zurück. Hierfür waren vor allem eine geringere Nachfrage aus stromintensiven Industrien wie etwa der Eisen- und Stahlherstellung oder der Papierherstellung verantwortlich.
20 Atomkraftwerke
Mit einem Solarstrom-Anteil von 5,3 Prozent ist Deutschland weltweit mit Abstand die Nummer 1. Ende April 2012 waren Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von rund 27 Gigawatt installiert. An einem heißen Sommertag, wie etwa dem 24. Juli 2012, erzeugten sie um die Mittagszeit fast 20 Gigawatt Strom, was der Gesamtleistung von etwa 20 Atomkraftwerken entspricht.
Opfer des Solarbooms
Maßgeblichen Anteil an der Vorreiter-Rolle Deutschlands im Bereich der Photovoltaik haben deutsche Solarunternehmen, die allerdings zuletzt durch den starken Preisverfall bei Solarmodulen und reduzierte Fördersätze große Problem haben und mit dem Überleben zu kämpfen. Viele Unternehmen, wie etwa Solon oder Q-Cells sind bereits insolvent.
DER AKTIONÄR rät, sich mit Investments im Solarsektor weiterhin zurückzuhalten. Gute Chancen auf einen Turnaround hat aufgrund der Ausrichtung auf das lukrative Dachgeschäft die Aktie von Centrosolar. Auch der Wechselrichter-Hersteller SMA Solar wird auf dem aktuellen Niveau langsam wieder interessant.
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