Daimler meldet Gewinnrückgang und bekräftigt Prognose - Aktie hebt ab
Der Autobauer Daimler hat im zweiten Quartal weniger verdient. Zudem verwies der Konzern darauf, dass die Konjunktur in beinahe allen Regionen von Unsicherheiten und Risiken geprägt sei. Dennoch haben die Stuttgarter ihre Prognose für das Gesamtjahr bekräftigt. Wie sollten Anleger reagieren?
Der Autobauer Daimler hat im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Demnach sank das Konzern-EBIT um 13 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdiente der Konzern 1,5 Milliarden Euro - ein Minus von elf Prozent. Der Konzernumsatz wurde indes um zehn Prozent auf 28,9 Milliarden Euro und der Absatz um acht Prozent auf 570.300 Fahrzeuge gesteigert.
"Trotz der angekündigten hohen Aufwendungen für neue Produkte und Technologien war unser Unternehmen auch im zweiten Quartal wieder sehr profitabel. Beim Absatz und Umsatz konnten wir ein kräftiges Wachstum verbuchen", so Konzernlenker Dr. Dieter Zetsche.
Ausblick
Auf Basis der derzeitigen Markterwartungen und der Planungen der Geschäftsfelder strebt der Konzern für das Gesamtjahr ein Ergebnis aus dem laufenden Geschäft in der Größenordnung des Vorjahres an. Zudem geht der Konzern davon aus, dass der Absatz den Absatz des Vorjahres von 2,1 Mio. Fahrzeugen übertreffen wird. "Die Konjunktur ist jedoch in beinahe allen Regionen von Unsicherheiten und Risiken geprägt. Wir beobachten die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die volatilen Märkte daher besonders aufmerksam", so Zetsche. Zuletzt war in der Presse vermehr zu lesen, dass Mercedes für einzelne Modell relativ hohe Rabatte gewähren müsse.

Begehrte A-Klasse
Wie der Konzern bereits am Dienstag mitteilte, liegen für die neue A-Klasse bereits mehr als 40.000 Bestellungen vor. "Unsere neuen Kompakten kommen bei den Kunden so gut an, dass unsere beiden Werke Rastatt und Kecskemét komplett ausgelastet sind. Mit Valmet haben wir jetzt einen ausgewiesenen Produktions-Spezialisten verpflichtet, der uns ab 2013 zusätzliche Kapazitäten für die A-Klasse zur Verfügung stellt", so Dr. Wolfgang Bernhard, im Daimler-Vorstand verantwortlich für Produktion und Einkauf Mercedes-Benz Cars & Mercedes-Benz Vans. Mit Valmet wurde eine Vereinbarung geschlossen, nach der die Finnen von 2013 bis 2016 mehr als 100.000 Einheiten im Daimler-Auftrag fertigen werden.
Kaufen!
Die Daimler-Aktie bleibt ein Kauf. Die Zahlen sind gut bei den Anlegern angekommen und auch der Ausblick stimmt zuversichtlich. Außerdem hat der Konzern mit der neuen A-Klasse ein heißes Eisen im Feuer.
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