Carolin Kessler
Der Automobilkonzern Daimler konnte im zweiten Quartal von den guten Verkaufszahlen in China und den USA profitieren. Der Nettogewinn belief sich auf 1,31 Milliarden Euro.
Der Schock aus dem zweiten Quartal des Vorjahres mit dem negativen Ergebnis von 1,062 Milliarden Euro dürfte für den in Stuttgart ansässigen Automobilkonzern nun überwunden sein. Im zweiten Quartal dieses Jahres konnte der Autobauer sowohl vom starken Wachstum in wichtigen LKW-und Nutzfahrzeugmärkten und dem attraktiven Produktportfolio profitieren als auch von realisierten Effizienzsteigerungen.
Unternehmensangaben zufolge konnten weltweit 496.500 PKW und Nutzfahrzeuge abgesetzt und das Vorjahresniveau um 27 Prozent übertroffen werden. Mit einer Steigerung des Konzernumsatzes um 28 Prozent auf 25,1 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kann auch hier ein deutliches Wachstum verzeichnet werden. Das EBIT belief sich auf 2,10 Milliarden Euro, nach zuvor -1,01 Milliarden Euro. Eine Verbesserung ihres operativen Ergebnisses konnten vor allem Mercedes-Benz Cars und Daimler Trucks erzielen, was zu einem Konzernergebnis von 1,31 Milliarden Euro führte.
Daimler wagt neue Prognosen
Nun wollen die Schwaben die Messlatte in diesem Jahr erneut höher legen. Nachdem die Bänder vor allem bei den Luxusherstellern wieder auf Hochtouren laufen und sich die Weltwirtschaft überraschend schnell erholt, will die Daimler im Gesamtjahr viel mehr einnehmen und laut Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzenden des Vorstands der Daimler und Leiter Mercedes-Benz Cars, ein EBIT von sechs Milliarden Euro einfahren. Mehr als die Hälfte ist bereits geschafft: Im ersten Halbjahr hat der Konzern bereits einen Überschuss von 3,3 Milliarden Euro verzeichnen können. Nach einem Verlust von 1,5 Milliarden Euro hatte man zunächst nur rund vier Milliarden Euro für realistisch gehalten.
Hoffnungsträger ist vor allem die Pkw-Sparte Mercedes-Benz Cars mit den Marken Mercedes Benz, smart, Maybach und AMG, die mit 4 Milliarden Euro den größten Teil des operativen Gewinns darstellen soll. Obgleich sich die Entwicklung im zweiten Halbjahr abschwächen dürfte, wollen die Stuttgarter im Gesamtjahr zweistellig zulegen. Zuletzt war es die neue Generation der E-und S-Klasse, die die Kassen wieder lauter klingeln ließen. Eine neue Generation des Miniflitzers smart soll die Talfahrt der Verkaufszahlen im dritten Quartal stoppen. Zur kompletten Unternehmensmeldung.
Starker Aufwärtstrend
DER AKTIONÄR hält weiterhin an seiner Kaufempfehlung für die Aktie von Daimler fest (siehe unter: BMW, Daimler, VW: China-Boom auf vier Rädern). Das Kursziel lautet nach wie vor 55 Euro. Der Stopp sollte bei 35 Euro belassen werden.