Daimler dreht an der Giftpille
Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat sich offenbar gegen eine feindliche Übernahme gewappnet. Der Hintergrund: Derzeit kursieren Gerüchte über einen möglichen Ausstieg des Großaktionärs Abu Dhabi. Die Aktie knüpft heute an die jüngsten Kursgewinne an.
Die Daimler-Aktie steht heute verstärkt im Blick. Wie die Automobilwoche berichtet, hat sich der Konzern für den Fall einer möglichen feindlichen Übernahme gewappnet. Die Stuttgarter hätten dazu Maßnahmen vorbereitet, die einen Weiterbetrieb des Unternehmens erschweren beziehungsweise zu einer Beendigung wichtiger strategischer Kooperationen führen können. Der Hintergrund: Am Markt kursieren Gerüchte über einen Ausstieg des Daimler-Hauptaktionärs Abu Dhabi. "Wir kommentieren Spekulationen über Aktionärsstrukturen nicht", so Konzernsprecher Jörg Howe auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa.
Zu den Maßnahmen gehört die Vereinbarung mit den Banken, die den Geldhäusern im Falle einer Übernahme das Recht einräumt, Kreditlinien über acht Milliarden Euro zurückziehen zu können, hieß es weiter. Außerdem gebe es ähnliche Kündigungsklauseln mit den chinesischen Joint-Venture-Partnern für Pkw und Lkw, mit dem Kooperationspartner Renault/Nissan und dem Leichtbau-Spezialisten Toray.
Anders als Volkswagen mit dem Land Niedersachsen und BMW mit der Unternehmerfamilie Klatten verfügt Daimler über keinen Hauptaktionär. Derzeit ist das Emirat Abu Dhabi mit einem Anteil von neun Prozent der größte Daimler-Anteilseigner.
Günstig bewertet
Daimler hat erst am Freitag überzeugende Zahlen auf den Tisch gelegt. Nach Ansicht des AKTIONÄR ist die Daimler-Aktie aufgrund der überdurchschnittlichen Dividendenrendite und dem günstigen 2012er KGV von 8 ein Kauf. Das Kursziel liegt bei 50 Euro. Ein Stopp bei 32,50 Euro sichert ab.
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