Carsten Englert
Mit noch höherem Tempo als die Gesamtwirtschaft wächst in China der Automarkt. Im November wurden fast doppelt so viele Autos verkauft wie im Vorjahresmonat. Ganz vorne mit dabei: Daimler.
Heute Nacht kamen die neuesten Zahlen zum chinesischen Automarkt. Im November stiegen die Autoverkäufe um unglaubliche 98,2 Prozent. Bereits im Oktober kletterten die Verkäufe um 75,8 Prozent. Diese beeindruckende Zahl wurde nun nochmals getoppt. Für Daimler ist dies eine gute Nachricht, da Vorstandschef Dieter Zetsche mehrfach betont hat, wie wichtig der chinesische Markt für sein Unternehmen ist und sein wird.
Auch Daimler wies beeindruckende Wachstumsraten im Reich der Mitte auf: Mit 8.700 Fahrzeugen lieferten die Stuttgarter dreimal so viele wie im Vorjahresmonat aus. Da das Wachstum deutlich größer als das des Gesamtmarktes war, kann daraus die Schlussfolgerung gezogen werden, dass Daimler im Markt der Zukunft weiter Marktanteile hinzugewinnt.

Gut abgesichert nach unten
Mittelfristig dürften die jüngsten Absatzzahlen aus China der Daimler-Aktie viel Auftrieb verschaffen. Kurzfristig lastet die Marktschwäche auf dem Kurs. Das Kaufsignal hat sich nun endgültig als Fehlausbruch erwiesen. Allerdings hat die Aktie noch mehrere Unterstützungen, die einen deutlichen Absturz verhindern können: Aktuell notiert die Aktie haarscharf über der 38-Tage-Linie (34,81 Euro). Knapp darunter, bei 34,69 Euro wartet noch die wichtige 55-Tage-Linie. Wenn diese beiden Linien keinen Halt geben können, wartet bei etwa 34 Euro noch eine Kreuzunterstützung aus Horizontalwiderstand und kurzfristigen Aufwärtstrend. Spätestens dort sollte die Aktie wieder nach oben abdrehen können.
Wahrscheinlicher ist nach Meinung des AKTIONÄRs, dass bereits die beiden gleitenden Durchschnitte den Kursrückgang stoppen können. Anleger sollten im MINI-Long mit der WKN TB2 7XY (aktueller Kurs: 11,23 Euro) investiert bleiben und den Stoppkurs bei 10 Euro belassen. Ein Neueinstieg drängt sich vorerst noch nicht auf.