CTS Eventim: Zahlen, aber (noch) keine Infos zum Rechtsstreit
CTS Eventim hat ein durchwachsenes erstes Halbjahr hinter sich. Der Umsatz des Ticketverkäufers und Konzertveranstalters ist zwar leicht gesunken, beim Ergebnis stand aber ein deutliches Plus. Rückenwind könnte die Aktie des SDAX-Unternehmens aber von einer ganz anderen Seite bekommen.
CTS Eventim hat im ersten Halbjahr 256,9 Millionen Euro umgesetzt. Im Vorjahr hat der Konzern noch 263,8 Millionen Euro oder 2,6 Prozent mehr erlöst. Der Umsatzrückgang ist vor allem auf den schleppenden Ticket-Verkauf zurückzuführen. Hier fielen die Umsätze um rund sieben Prozent auf 96,6 Millionen Euro. Das EBITDA hat der Konzerntveranstalter und Spezialist für die Vermarktung und den Vertrieb von Eintrittskarten aber um 26 Prozent auf 52 Millionen Euro verbessert. Das EBIT legte sogar um rund 35 Prozent auf 40,7 Millionen Euro zu.
Weniger Lust auf Tickets
Bei den Halbjahreszahlen muss laut CTS Eventim berücksichtigt werden, dass durch internationale Großereignisse wie Fußball-EM und Olympia im Sommer 2012, weniger Veranstaltungen im Vorverkauf angeboten wurden und die Vergleichsbasis durch den Ticketverkauf der Frauen FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland sehr hoch war. Das Veranstaltungs-Segment Live-Entertainment hat dagegen den Umsatz nahezu stabil gehalten und dabei das EBITDA um über 46 Prozent gesteigert.

Keine Aussagen zum laufenden Rechtsstreit
DER AKTIONÄR hat bereits bei der Aufnahme der Aktie in das Online-Realdepot darauf hingewiesen, dass von den Zahlen keine allzu großen Sprünge zu erwarten sind. Die heute präsentierte Bilanz hat dies bestätigt. Die Entwicklung beim Ergebnis ist positiv zu werten, fällt insgesamt aber im Rahmen der Erwartungen aus. Die erhofften Aussagen zum laufenden Rechtsstreit mit dem US-Konzern Live Nation um einen Schadensersatz in dreistelliger Millionenhöhe blieben allerdings aus. Die Spekulationen rund um den Abschluss dieses Rechtsstreits dürften der Aktie schon bald neuen Schwung verleihen. Mit dem Sprung über den horizontalen Widerstand bei 25,20 Euro würde die Aktie zudem ein neues Kaufsignal generieren.
Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte:
Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR
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