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Marc Faber: "Es wird Krieg geben"

Andreas Deutsch

Crashprophet Marc Faber ist pessimistisch für die Aktienmärkte. "Wir haben den Tiefpunkt bei den Börsen noch nicht erreicht“, so der Vermögensverwalter in einem Interview mit dem Schweizer Magazin Cash. Faber ist für seine treffsicheren Prognosen bekannt.

Faber hält es für wahrscheinlich, dass der S&P 500 bis auf etwa 1.050 bis 1.100 Punkte fallen wird. Er hat seine "nicht sehr großen Aktienpositionen" in den vergangenen Tagen auf einen kleinen Teil reduziert. Grund für seinen Pessimismus ist laut Faber die schwache Verfassung der amerikanischen Wirtschaft. "Die Wirtschaft in den USA hat sich in den letzten drei Monaten sehr verlangsamt, gewisse Sektoren befinden sich bereits in einer Rezession", so Faber zu Cash.

Gold: Korrektur als Kaufchance

Faber erwartet, dass die Verschuldung der USA weiter steigt. Bis zum Jahr 2018 könnte sie sich nochmals verdoppeln. Deswegen kauft weiterhin Faber Gold. Allerdings hält er eine kurzfristige Abwärtsbewegung für wahrscheinlich. "Eine Korrektur kommt sicher, denn die Stimmung beim Gold ist sehr positiv", so der Schweizer.

In einem Interview mit CNBC malte Faber ein düsteres Bild von der Zukunft. "Das nächste Mal, wenn wir eine globale Krise haben, werden die Folgen viel schlimmer sein als 2008. Bevor es so weit kommt, wird noch mehr Geld gedruckt. Und es wird Krieg geben. Das ganze System wird kollabieren." Von Staatsanleihen würde Faber deswegen die Finger lassen.

Der Crashprophet

Marc Faber lebt seit 1973 in Hongkong. Der Börsenprofi ist bislang nur von wenigen Krisen überrascht worden. Er sagte die Japan-Baisse, den Börsencrash von 1987, die Asienkrise und das Platzen der Technologieblase 2000 voraus. Allerdings hat Faber wegen seiner oft sehr großen Skepsis auch den einen oder anderen Bullenmarkt verpasst.

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