Conti und Lanxess: Willkommen in der ersten Börsenliga
Continental kehrt ab heute wieder in den DAX zurück. Sein Begleiter: Das Spezialchemieunternehmen Lanxess. Dafür müssen der Lastwagenhersteller MAN und der Handelsriese Metro in den Index für die mittelgroßen Werte MDAX absteigen. Für beide DAX-Aufsteiger sieht DER AKTIONÄR hohes Kurspotenzial.
Continental kehrt nach knapp vier Jahren in den Leitindex zurück. Wegen des überraschenden Übernahmevorstoßes durch den damaligen Konkurrenten Schaeffler waren die Titel des Autozulieferers im Dezember 2008 aus dem DAX ausgeschieden und im MDAX gelandet. Lanxess entstand durch die Abspaltung der traditionsreichen Chemiesparte des Bayer-Konzerns und ist noch keine zehn Jahre alt. Das Leverkusener Unternehmen durchlief ein hartes Sanierungsprogramm. Firmenteile wurden abgestoßen, Arbeitsplätze gestrichen und ertragsschwache Segmente auf Rendite getrimmt. Nun wird Lanxess neben dem ehemaligen Mutterkonzern Bayer einen Platz im Dax einnehmen.
Bye bye Metro
Der Metro AG, die dem DAX 16 Jahre lang angehörte, wurde vor allem der stark unterdurchschnittliche Aktienkursentwicklung in diesem Jahr zum Verhängnis. Bei dem Lastwagenhersteller MAN war der Streubesitz nach den Zukäufen durch den Volkswagen-Konzern so stark gesunken, dass es für einen Verbleib im DAX nicht mehr gereicht hat. Die Wolfsburgern besitzen inzwischen mehr als 75 Prozent des Traditionskonzerns.
Daimler stärker
Zudem sind die einzelnen Aktien neu gewichtet worden. "Vor allem das Gewicht von Daimler im Dax steigt kräftig von 5,61 auf 6,08 Prozent, nachdem Großaktionär Aabar, hinter dem Das Emirat Abu Dhabi steht, den Großteil seines neunprozentigen Daimler-Pakets verliehen hat. Dadurch fiel der restliche Anteil unter die 5-Prozent-Marke und somit wird der gesamte 9-prozentige Anteil nun als Streubesitz gerechnet", sagte Index-Experte Uwe Streich von der LBBW.
Conti und Lanxess mit Potenzial
Mit einem geschätzten Umsatz von 9,5 Milliarden Euro ist Lanxess derzeit einer der größten Chemiekonzerne in Europa. Mit der Produktion von synthetischen Kautschuken, Spezialchemikalien und Kunststoffen hat er sich in einer lukrativen Nische positioniert. Lanxess setzt auf langfristige Trends wie etwa die Gewichtsreduzierung in der Autoindustrie, die steigende Nachfrage nach Anbaupflanzen oder die Knappheit an gereinigtem Wasser. DER AKTIONÄR erwartet in den nächsten Jahren ein Umsatzwachstum von durchschnittlich sechs Prozent. Die Aktie dürfte im Schnitt um rund 15 Prozent im Jahr steigen. Ähnlich sieht es bei Continental aus. DER AKTIONÄR hat den DAX-Rückkehrer in der aktuellen AKTIONÄR-Ausgabe unter die Lupe genommen und eine langfristige Prognose erstellt. Das Kursziel ist beeindruckend. Die neue Ausgabe ist hier bereits als ePaper abrufbar.
mit Material von dpa-AFX
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