Alfred Maydorn
Ein Großauftrag über 20 Solarkraftwerke mit einem geschätzten Volumen von rund 80 Millionen Euro lässt die Conergy-Aktie am Donnerstag bis auf 0,68 Euro in die Höhe schnellen. Hat der angeschlagene Solarkonzern jetzt endgültig die von vielen Anlegern lang erwartete Trendwende eingeleitet?
Nach den vielen Hiobsbotschaften der vergangenen Wochen meldet Conergy am Donnerstag einen Großauftrag aus Griechenland. Der Konzern will in Griechenland 20 Solarkraftwerke mit einer Kapazität von zusammen 32 Megawatt bauen. Der Gegenwert des Auftrags wird auf rund 80 Millionen Euro geschätzt.
Wichtiger Wachstumsmarkt
Conergy will in erster Linie eigene Produkte für den Bau der Solarparks einsetzen, was nach eigenen Angaben zu einer hohen Marge führen soll. Mit dem neuen Großauftrag baut Conergy seine Marktführerschaft in Griechenland aus, einem der interessantesten Wachstumsmärkte der Solarbranche in den kommenden Jahren.
Widerstand in Sichtweite
Mit Bekanntgabe des Auftrags startete die Conergy-Aktie eine Aufwärtsbewegung, die den Titel in der Spitze bis auf 0,681 Euro nach oben trug. Aktuell notiert die Aktie mit 0,67 wieder etwas niedriger. Durch den kräftigen Anstieg heute und bereits gestern hat die Conergy die stark überverkaufte Situation abbauen können. Weitere Kurssteigerungen dürften aus kurzfristiger Sicht allerdings schwierig werden, zumal bei 0,70 Euro ein hartnäckiger Widerstand wartet.

DER AKTIONÄR hatte in der letzten Woche zum bei 0,58 Euro zum spekulativern Kauf der Aktie geraten und ein kurzfristiges Ziel von 0,66 Euro ausgeben. Dieses wurde heute erreicht, allerdings war die Aktie zwischenzeitlich unter den auf 0,596 Euro angehobenen Stoppkurs gerutscht.
Trader abwarten, Investoren meiden
Ein neues Engagement drängt sich nach dem jüngsten Kursanstieg nicht auf. Trader sollten zum Einstieg schwächere Kurse abwarten, für Anleger mit einem längerfristigen Horizont ist Conergy ohnehin nicht empfehlenswert. Für eine nachhaltige Trendwende bedarf es weit mehr als eines einzigen Großauftrages.