Alfred Maydorn
Die Conergy-Aktie setzt ihre Talfahrt fort. Der überraschende Abgang vom designierten Vorstandschef Andreas von Zitzewitz hat den Kurs auf 0,64 Euro abstürzen lassen. Während die Anleger ihre Aktien auf den Markt werfen, senken die Analysten weiter ihre Kursziele.
Es muss mächtig geraucht haben bei Conergy: Der als neuer Chef vorgesehene Andreas von Zitzewitz verlässt das Unternehmen, nachdem es zu Unstimmigkeiten über zukünftige Kompetenzen gekommen ist. Jetzt steht der angeschlagene Solarkonzern bald ohne Führung da, es sei denn, Dieter Ammer verlängert erneut seine Amtszeit als Vorstandsvorsitzender.
Was machen die Banken?
Die Banken sind alles andere als begeistert von der Trennung, sie hatten auf die Fähigkeiten von Zitzewitz gesetzt, beim hochverschuldeten Solarkonzern das Ruder herumzureißen. Conergy drücken laufende Kredite über 260 Millionen Dollar. Unter den Gläubigern befindet sich auch die Commerzbank, die zudem mit 29 Prozent größter Anteilseigner von Conergy ist.
Kursziele purzeln
Der Verkaufsdruck auf die Aktie hat nochmals zugenommen. Das Papier ist weit unter die wichtige Marke von 0,70 Euro gerutscht. Aktuell werden nur noch 0,64 Euro gezahlt und es ist zu befürchten, dass sich die Abschläge fortsetzen. Die Experten von Independent Research haben ihr Kursziel für Conergy von 0,65 auf 0,50 Euro gesenkt. Die Einschätzung lautet unverändert: Verkaufen!

Fortsetzung des Kurssturzes?
DER AKTIONÄR hatte in den letzten Wochen wiederholt von einem Engagement in Conergy abgeraten. Mit dem Abgang Zitzewitzs hat sich die Situation für Conergy nochmals verschärft. Selbst hartgesottene Zocker sollten um den Titel einen weiten Bogen machen. Ein weiterer Absturz in Richtung 0,50 Euro ist nun weitaus wahrscheinlicher, als eine Trendwende nach oben.