Conergy: Bilanz-Schreck mit Ansage
Das Solarunternehmen hatte seine Aktionäre bereits darauf vorbereitet. Nun ist es eingetreten: Bei Conergy ist ein Verlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals aufgelaufen.
Conergy hatte es bereits in Aussicht gestellt. Nun ist es passiert: Der Vorstand der Solarfirma zeigt laut heutiger Ad-hoc an, dass ein Verlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals eingetreten ist. Der Verlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals beruhe auf einer Ergebnisbelastung im Zusammenhang mit dem aktuellen Geschäftsverlauf sowie der Aufhebung des MEMC-Liefervertrages. Laut Aktiengesetz muss Conergy nun eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, was in den nächsten Tagen geschehen soll.
Interessant: Das Eigenkapital der Gesellschaft betrage zum 30. September wieder 72 Millionen Euro. In der Halbjahresbilanz war es noch leicht negativ. Offenbar hat sich die Auflösung langfristiger Abnahme-Verpflichtungen bemerkbar gemacht.
Teuere Auflösung
Conergy hatte sich im September mit seinem Wafer-Lieferanten MEMC darauf geeinigt, den eigentlich noch bis 2018 laufenden Waferliefervertrag zu kündigen. Zwar entledigt sich der Modulhersteller damit der Abnahmeverpflichtung wohl überteuerter Siliziumscheiben in Höhe von 600 Millionen Dollar. Doch MEMC lässt sich dieses Entgegenkommen einiges kosten: "Als Kompensation verbleibt unter anderem der Gegenwert einer geleisteten Bar-Sicherheit in Höhe von rund 21 Millionen Euro bei MEMC", so Conergy.
Aktie meiden
Zwar gelang dem Solarunternehmen im zweiten Quartal eine schwarze Null im operativen Ergebnis. Doch der Branchen-Gegenwind bleibt stark, die Aktie sollte weiter gemieden werden.
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