Thomas Bergmann
Das E-Health-Unternehmen Compugroup verstärkt seine Auslandspräsenz. Die Gesellschaft hat ihre Beteiligung an der italienischen FimeSan deutlich ausgebaut. Die Aktie, die auch im Online-Musterdepot geführt wird, steht vor einem starken charttechnischen Kaufsignal.
Das E-Health-Unternehmen Compugroup verstärkt seine Auslandspräsenz. Die Gesellschaft hat ihre Beteiligung an der italienischen FimeSan deutlich ausgebaut. Die Aktie, die auch im Online-Musterdepot geführt wird, steht vor einem starken charttechnischen Kaufsignal.
Laut Pressemeldung vom Dienstag hat Compugroup seine Beteiligung an der italienischen FimeSan-Gruppe um 56,76 Prozent auf 90,1 Prozent aufgestockt. Bereits im Jahr 2006 hatte der deutsche E-Health-Spezialist einen Anteil von 33,34 Prozent erworben.
Schnäppchen
Nach Informationen des AKTIONÄRs hat Compugroup für diesen Anteil 7,4 Millionen Euro auf den Tisch legen müssen. Dies bewertet FimeSan mit rund 13 Millionen Euro – ein Schnäppchen. Denn Compugroup bezahlt damit nicht einmal das 6-Fache des 2008er-Betriebsgewinns. FimeSan erzielt im abgelaufenen Geschäftsjahr bei einem Umsatz von 5,8 Millionen Euro ein EBITDA von 2,2 Millionen Euro. Ferner zählten die Italiener zum Jahresende 2008 circa 7.400 Ärzte und 100 Zahnärzte zu ihren Kunden mit Softwarewartungsverträgen. Dies entsprach einem Marktanteil von etwa 30 Prozent.
Compugroup finanziert die Transaktion durch verfügbare Zahlungsmittel sowie durch bereits laufende Darlehen. Die Erstkonsolidierung erfolgt zum 1. Juli 2009. Laut Compugroup werden weitere Zukäufe im italienischen Gesundheitsmarkt hinzukommen.
Ein brodelnder Vulkan
Charttechnisch betrachtet gleicht die Compugroup-Aktie einem brodelnden Vulkan. Sollte der Kurs über das Zwischenhoch von 6,20 Euro klettern, steht einem schnellen Anstieg um 20 Prozent eigentlich nichts mehr im Weg. Denn der nächste Widerstand wartet erst im Bereich von 7,50 Euro – hier hatte die Aktie im Juli 2008 ein großes Gap aufgerissen.
Handeln bei Ausbruch
Bei Compugroup ist nach dem starken Anstieg in den zurückliegenden Wochen eine Korrektur normalerweise überfällig. Gesund wäre ein Rücksetzer in den Bereich zwischen 5,20 und 5,50 Euro. Dieses Szenario wäre allerdings hinfällig, sollte die Aktie das bisherige Jahreshoch bei 6,20 Euro überwinden. Dann heißt es, schnell auf den fahrenden Zug aufzuspringen. Der Stopp sollte generell bei 4,80 Euro platziert werden.
Die Compugroup-Aktie ist nach wie vor im Online-Musterdepot.
