Thomas Bergmann
Das nennt der Fachmann relative Stärke. Während der deutsche Aktienmarkt seit Wochen konsolidiert, kennt die Compugroup-Aktie kein Halten mehr. Derzeit profitiert das E-Health-Unternehmen von Spekulationen um einen Auftrag einer Krankenkasse.
Das nennt der Fachmann relative Stärke. Während der deutsche Aktienmarkt seit Wochen konsolidiert, kennt die Compugroup-Aktie kein Halten mehr. Derzeit profitiert das E-Health-Unternehmen von Spekulationen um einen Auftrag einer Krankenkasse.
Seitdem DER AKTIONÄR in seiner Printausgabe 26/09 Compugroup bei 4,65 Euro erneut zum Kauf empfohlen hat, geht es mit dem Kurs stetig nach oben. Mittlerweile notiert die Aktie bei 6,60 Euro.
Technisches Kaufsignal
Ende vergangener Woche hat Compugroup erneut ein Kaufsignal generiert, indem der Widerstand bei 6,20 Euro überwunden wurde. Aus dem charttechnischen Blickwinkel steht folglich einem Anstieg in den Bereich von 7,60 Euro aber auch gar nichts mehr im Weg. Zuletzt notierte die Aktie am 8. Juli 2008 auf diesem Niveau, bevor am 11. Juli eine Kurslücke von über 30 Prozent aufgerissen wurde.
Fokus auf Kerngeschäft
Der Kurseinbruch resultierte aus einer Gewinnwarnung, die das Unternehmen am 8. Juli 2008 nach Börsenschluss verkündete. Ausschlaggebend war eine gesetzliche Neuregelung der Medikamentenwerbung, die sich wiederum negativ auf das Pharmakommunikationsgeschäft auswirken sollte. Außerdem litt der Geschäftsbereich HCS unter den anhaltenden Diskussionen über die Einführung des Gesundheitsfonds in Deutschland.
Seitdem konzentriert sich Compugroup wieder verstärkt auf den Kernbereich HPS (Health Provider Service), der in erster Linie Inforationssysteme für Ärzte und Krankenhäuser umfasst. Im ersten Halbjahr 2009 schließlich erhöhte der Konzern sogar die Preise für die Wartungskosten - zum ersten Mal seit acht Jahren.
Compugroup vor Vertragsabschluss?
Bei den Analysten kam die Preiserhöhung gut an. Deutsche Bank und SES Research stuften die Aktie mit "Buy" ein und taxierten den fairen Wert auf acht Euro. Neben den soliden Geschäftsentwicklung im HPS-Segment erwarten die Experten in Kürze (noch in diesem Monat) einen oder mehrere Vertragsabschlüsse mit deutschen Krankenkassen. Compugroup würde im Rahmen einer solchen Kooperation effiziente Behandlungspfade zur Behandlung chronischer Erkrankungen in die Software von Ärzten implementieren.
Gewinne laufen lassen
Investierte Anleger brauchen bei Compugroup eigentlich gar nichts zu tun. Hier lautet das Motto: Gewinne laufen lassen. Lediglich der Stopp sollte etwas auf 5,20 Euro nachgezogen werden. Für Neueinsteiger dürften noch 15 bis 20 Prozent möglich sein, da die Kurslücke geschlossen werden dürfte.
Die Aktie befindet sich nach wie vor mit einem deutlichen Plus im Online-Musterdepot.
