Michael Schröder
Anfang Dezember hatte DER AKTIONÄR risikofreudigen Anlegern empfohlen, bei der konservativen Celesio-Aktie zum spekulativen Hebel zu greifen. Mit Erfolg: Der vorgestellte Wave-XXL-Call von der Deutschen Bank hat seinen Wert mittlerweile verdoppelt. Ein Ende der Fahnenstange ist noch immer nicht in Sicht.
Mit dem Sprung über den horizontalen Widerstand bei 11,85 Euro hat die Celesio-Aktie noch vor Weihnachten das erwartete Kaufsignal generiert. Nach einem schwierigen Jahr 2011 mit einer unterdurchschnittlichen Kursentwicklung könnte der Kurs des Pharma-Großhändlers nach einer ausgedehnten Bodenbildung nun wieder in höhere Regionen vorstoßen. Risikofreudige Anleger, die seit Anfang Dezember mit dem Celesio Wave-XXL-Call (WKN DE1 898) von der Deutschen Bank (Empf. Kurs: 0,26 Euro / akt. 0,54 Euro) auf dieses Szenario spekulieren, lagen zum Jahreswechsel bereits über 40 Prozent vorne. Mittlerweile ist das Plus auf über 100 Prozent angestiegen.
Commerzbank hebt Kurziel an
DER AKTIONÄR hatte bereits einige Gründe für einen Kursanstieg genannt. Heute legt die Commerzbank nach. Die Analysten haben das Kursziel für Celesio von 14,00 auf 18,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Das Restrukturierungsprogramm des Pharmahändlers nehme Formen an, schrieb Analyst Volker Braun in einer Studie. Zusätzlich zur Verschlankung der Firmenstruktur strebe Celesio eine Vereinfachung der recht komplexen Lieferkette an. Die Gewinnentwicklung dürfte künftig berechenbarer werden, die Bewertungskennziffern sollten steigen.

Einsatz abziehen und Gewinne laufen lassen
Mittlerweile hat sich ein Aufwärtstrend etabliert. Gelingt nun auch noch der nachhaltige Sprung über den Widerstand bei 14,50 Euro, warten aus charttechnischer Sicht die nächsten Hürden erst wieder bei 16,00 und 18,00 Euro. Investierte Anleger können ihr eingesetztes Kapital nach der Verdopplung abziehen, beim Rest den Stopp-Kurs auf 0,40 Euro nachziehen und auf eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung spekulieren.