Commerzbank: Endlich Schluss
Die Aktie der Commerzbank steht am Montag wieder mal im Mittelpunkt des Interesses. Vorbörslich notiert das Papier über ein Prozent im Plus. Die Commerzbank hat ein großes Problem gelöst. Sie darf den verlustreichen Staats- und Immobilienfinanzierer Eurohypo abwickeln.
Darauf einigten sich Vorstandschef Martin Blessing und EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia nach monatelangen Verhandlungen. Von der Eurohypo wird nur ein kleiner Teil weiter existieren. Dieser soll in die Commerzbank integriert werden. Als Bedingung für die Abwicklung darf Blessing zwei Jahre lang keine Zukäufe tätigen. Darüber hinaus wird die Zerschlagung der Eurohypo kurzfristig teuer, heißt es in Presseberichten.
"Bad Bank"
Das Staatsfinanzierungsgeschäft der Eurohypo muss komplett abgebaut, der große Teil der gewerblichen Immobilienfinanzierung auch, so die EU-Kommission. Dafür gründet die Commerzbank konzernintern eine "Bad Bank". Dort sollen Anlagen, die im Wert extrem gesunken sind, geparkt und dann nach und nach abgewickelt werdem.

Aktie ein Kauf
Mit der Abwicklung der Eurohypo hat die Commerzbank eine große Sorge weniger. Der Schritt sollte den Kurs der Bank weiter beflügeln. DER AKTIONÄR traut dem Papier auf Sicht von zwölf Monaten drei Euro zu. Der Stoppkurs sollte bei 1,40 Euro gesetzt werden.
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