Commerzbank setzt auf "Betongold" - Aktie schwächelt
Die Commerzbank will von der steigenden Nachfrage nach Immobilien profitieren und ihr Baufinanzierungsgeschäft ausbauen. Nach einem erfolgreichen Test will das Unternehmen das Modell bankweit ausrollen.
„Ende des Jahres soll jeder Berater direkt auf das Angebot zugreifen Können", sagte Zielke im Gespräch mit den Nachrichtenagenturen dpa und dpa-AFX in Frankfurt. Der Marktanteil im Neugeschäft Baufinanzierung habe sich dadurch signifikant verbessert: Im Juni habe er mit acht Prozent fast doppelt so hoch gelegen wie ein Jahr zuvor, erklärte Zielke.
"Keine Überhitzung"
Eine drohende Blase am deutschen Immobilienmarkt sieht Zielke noch nicht. "In einigen Märkten sehen wir zumindest eine Erwärmung, insgesamt in Deutschland aber noch keine Überhitzung", sagte der Banker. "In der Breite ist der Wohnimmobilienmarkt in Deutschland nicht überhitzt."
Viele Investoren flüchten wegen der turbulenten Märkte derzeit in vermeintlich sicheres 'Betongold' und stecken Geld in Häuser und Wohnungen. Immobilien sind derzeit auch deshalb so gefragt, weil viele Anleger verunsichert und damit sehr vorsichtig sind, insbesondere was Kapitalmarktprodukte betrifft. "Es gibt im Moment auch keine Anzeichen, dass sich das kurzfristig ändert", erklärte Zielke. "Immobilie ist in der Wahrnehmung der Menschen ein klassischer Inflationsschutz."

Korrektur zum Einstieg nutzen
Die Strategie der Commerzbank ist positiv zu werten, hat allerdings derzeit kaum Einflüsse auf den Aktienkurs. Das Interesse der Anleger gilt fast ausschließlich den Notenbanken: Sollten sie den Markt weiter mit billigem Geld versorgen und sich damit die Krise in der Eurozone und in den USA entspannen, sind deutlich höhere Aktienkurse vor allem bei den monatelang gebeutelten Finanzwerten drin. Investierte Commerzbank-Anleger beachten den Stoppkurs bei 1,15 Euro. Wer kaufen möchte, wartet erst einen Anstieg auf über 1,30 Euro ab - oder nutzt eine Fortsetzung der Korrektur zum Einstieg.
Mit Material von dpa-AFX
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