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Commerzbank: Pessimistischer Chef - Aktie tritt auf der Stelle

Andreas Deutsch

Die teilverstaatlichte Commerzbank bleibt trotz der Stabilisierung an den Börsen in den vergangenen Wochen für das zweite Halbjahr pessimistisch. Die Anleger stört es kaum, sie warten auf die Kommentare der EZB am Donnerstag.

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Die zweite Jahreshälfte werde schwieriger als die erste, sagte Vorstandschef Martin Blessing am Mittwoch in Frankfurt. Schon vor einem Monat hatte er wegen der sich eintrübenden Wirtschaftslage in Deutschland und der ungelösten Schuldenkrise in Europa ein schwächeres Geschäft angekündigt. Zudem sei die Gefahr von Kreditausfällen gestiegen. Im ersten Halbjahr hatte die Commerzbank unterm Strich 644 Millionen Euro verdient und damit ein Drittel weniger als ein Jahr zuvor. Im zweiten Quartal konnte das Institut einen weiteren Gewinneinbruch zumindest vermeiden. Von April bis Ende Juni verdiente die Bank 275 Millionen Euro nach 24 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

Zufrieden mit Osteuropa-Geschäft

Trotz ihrer Schrumpfkur - die Schiffsfinanzierung wird ebenso abgewickelt wie die Immobilientochter Eurohypo - bekennt sich die Commerzbank zu ihrem Geschäft mit den Unternehmen in Deutschland. "Wir finanzieren auch weiterhin gut und gerne die deutsche Wirtschaft - vom Exportgeschäft bis zur Lagerhalle", betonte Blessing.

Kapital, das durch die Abwicklung der Immobilientochter Eurohypo frei werde, solle in Mittelstands- und Baufinanzierung fließen. Investieren will die deutsche Nummer zwei weiter auch in Osteuropa: Mit der Tochter BRE zeigte sich Blessing sehr zufrieden, das Geschäft in Polen, Tschechien und der Slowakei soll ausgebaut werden.

Hoffnung auf die EZB

Großen Einfluss auf den Aktienkurs der Commerzbank haben Blessings Worte nicht. Die Anleger warten gespannt darauf, was die EZB am Donnerstag ankündigen wird. Fällt die Reaktion auf die EZB-Sitzung positiv aus, dürfte die Aktie endlich die 1,30-Euro-Marke hinter sich lassen. Investierte Commerzbank-Anleger beachten dennoch den Stoppkurs bei 1,15 Euro. Wer kaufen möchte, wartet erst einen Anstieg auf über 1,30 Euro ab - oder nutzt eine Fortsetzung der Korrektur zum Einstieg.

Mit Material von dpa-AFX

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