Commerzbank: Milliardentausch
Die Commerzbank unternimmt weitere Schritte, um die strengeren Kapitalregeln zu erfüllen. Innerhalb des Umtauschangebots von nachrangigen Anleihen in Aktien seien der Bank Papiere im Wert von 965 Millionen Euro angeboten worden. Dadurch werde das harte Kernkapital (Core-Tier-1-Kapital) bis Ende Juni um 776 Millionen Euro gestärkt.
Im Gegenzug muss die Commerzbank knapp 361 Millionen neue Aktien ausgeben. Damit werde das Grundkapital um rund sieben Prozent gestärkt. Allerdings wird der Anteil der bisherigen Aktionäre verwässert. Der Bund, größter Commerzbank-Aktionär, tauscht einen Teil seiner Stillen Einlagen in neue Anteilsscheine. Damit ist der Bund nach wie vor mit 25 Prozent an dem Unternehmen beteiligt. Die Transaktion wirkt sich im ersten Halbjahr positiv in Höhe von 87 Millionen Euro auf das Ergebnis nach Steuern der Commerzbank aus.
Kampf gegen die Lücke
Die Commerzbank hatte am 23. Februar bei der Vorlage der Quartalszahlen eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage angekündigt und damit die Märkte überrascht. Mit dem Geld stärkt die Bank ihr Kernkapital. Nach Berechnungen der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) hatte die Commerzbank ursprünglich eine Kapitallücke von 5,3 Milliarden Euro.
Aktie ist ein Kauf
Die Commerzbank kommt bei der Stärkung ihres Kernkapitals offenbar gut voran. Nach Einschätzung des AKTIONÄR hat die Aktie noch einiges Potenzial. Das Kursziel lautet drei Euro. Der Stoppkurs sollte bei 1,40 Euro gesetzt werden.
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