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Commerzbank: Ein einziger Alptraum

Andreas Deutsch

Die Aktie der Commerzbank ist auf dem besten Weg, schon sehr bald ein Penny-Stock zu werden. Am Montag rauschte das Papier um 6,1 Prozent auf 1,13 Euro. Zwischenzeitlich war der Titel auf 1,10 Euro gefallen - Allzeittief.

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Am Dienstag startet die Commerzbank-Aktie zwar etwas fester, nach den herben Verlusten vom Montag handelt es sich dabei allerdings nur um eine technische Gegenreaktion. Die Nachrichtenlage hat sich nämlich weiter verschlechtert. Laut der Ratingagentur Moody's ist das deutsche Bankensystem verwundbar. Die deutschen Kreditinstitute seien stark in den Problemstaaten engagiert und könnten Rückschläge angesichts ihrer mauen Gewinne nur schlecht abfedern. In der vergangenen Finanzkrise hatte der Staat die Hypo Real Estate auffangen müssen und war bei der Commerzbank eingestiegen.

Moody's straft Deutschland ab

Zudem sind die Spitzenratings von Deutschland, den Niederlanden und Luxemburg sind angesichts der brodelnden Schuldenkrise in Gefahr. Moody's senkte am späten Montag den Ausblick für alle drei Staaten von stabil auf negativ. Dies kann der erste Schritt auf dem Weg zu einer Abstufung der Kreditwürdigkeit sein. Bislang besitzen alle drei Länder die Bestnote von "AAA".

"Die Aussichten für das Wirtschaftswachstum in Deutschland sind solide", betonte das Bundesfinanzministerium in einer ersten Reaktion. Deutschland erwarte ab 2014 einen ausgeglichenen Staatshaushalt. Die Kapitalisierung des Bankensektors habe sich deutlich verbessert. "Auch an den internationalen Finanzmärkten ist das Vertrauen in Deutschland hoch; dies spiegelt sich in den niedrigen Refinanzierungskosten deutscher Anleihen wider."

Nur für ganz Mutige

Derzeit deutet nichts darauf hin, dass sich das Sentiment im Banken-Sektor in Kürze merklich verbessern wird. Konservative Anleger lassen momentan die Finger von der Commerzbank-Aktie. Trader, die auf eine Gegenbewegung setzen wollen, sichern ihre Position mit einem relativ engen Stoppkurs ab.

Mit Material von dpa-AFX.

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