Commerzbank-Aktie: Süßes oder saueres?
Auf der einen Seite profitiert die Commerzbank-Aktie von der Einigung auf ein neues Sparbudget in Spanien. Auf der anderen Seite wirken die Aussagen von Vorstand Martin Blessing nach. Die Charttechnik gibt es auch nicht viel Neues. Und jetzt?
Aktien aus dem europäischen Bankensektor haben am Freitag von der Einigung auf ein neues Sparbudget in Spanien profitiert. Auch die Commerzbank-Aktie kann wieder zulegen, nachdem die spanische Regierung eines der strengsten Sparbudgets in der jüngeren Geschichte des Landes verabschiedet hat.
Gegenwind
Der mögliche operative Gegenwind wird dabei wieder ausgeblendet. Das "operative Ergebnis bleibt unter Druck", hieß es in der Präsentation, die Vorstand Martin Blessing gestern auf einem Branchenkongress in London vorgetragen hat. Zudem muss Deutschlands zweitgrößte Bank wohl mehr Rücklagen für geplatzte Kredite vorhalten, wenn Kunden zahlungsunfähig werden und ihre Verpflichtungen nicht mehr einhalten können. Auf das voraussichtlich schwächere Ergebnis im zweiten Halbjahr hatte Blessing die Aktionäre zuletzt schon mehrfach hingewiesen.
Abgang
Ebenfalls negativ: Die Commerzbank muss im Investmentbanking zwei hochkarätige Verluste hinnehmen. So verlassen M&A-Frontmann Philipp Mohr und Ute Gerbaulet, die das Geschäft mit Kapitalerhöhungen und Börsengängen leitet, das Institut. Ein Rückschlag, denn beide genießen einen ausgezeichneten Ruf in der Branche.

Chartmarken
Was sagt die Charttechnik? Nach dem Bruch der Unterstützung bei 1,47 Euro, liegt erst bei 1,38 Euro die nächste kleinere Unterstützung, ehe dann zwischen 1,30 und 1,28 Euro die nächste massive Haltezone wartet. Um die Aufwärtsbewegung fortzusetzen, müsste die Aktie zunächst die ehemalige Untererstützung bei 1,47 Euro und dann das Verlaufshochs bei 1,65 Euro überwinden. Der Stoppkurs bleibt weiter bei 1,35 Euro.
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