Commerzbank-Aktie: Roter Oktober oder Herbstrallye?
Aktien aus dem europäischen Bankensektor haben sich zum Wochenstart von den Stresstestergebnissen für Spaniens Banken sehr fest präsentiert. Auch die Commerzbank-Aktie konnte wieder zulegen. Die vielen Baustellen von Vorstand Martin Blessing rückten zunächst in den Hintergrund. Wie geht es weiter bei der Commerzbank?
Deutsche Bankenwerte haben sich am Montag nach Stresstestergebnissen für Spaniens Banken sehr fest präsentiert. Die Finanzlücke der spanischen Geldhäuser wurde auf insgesamt 59,3 Milliarden Euro beziffert. Damit liegt der Bedarf im Rahmen der Markterwartungen, die von den in einer ersten Schätzung ausgewiesenen 60 Milliarden Euro ausgingen. Um den spanischen Bankensektor aufzupäppeln, hatten die EU-Finanzminister im Juni bereits Hilfszahlungen von bis zu 100 Milliarden Euro zugesagt. Analyst Stefan Bongardt von Independent Research verwies darauf, dass die Commerzbank noch relativ stark in Spanien engagiert sei. Angesichts der Stresstest-Resultate sei das Risiko gesunken. Die Aktie startete daraufhin fester in den Oktober.
Viele Baustellen
Was bleibt, sind die vielen hauseigenen Baustellen: Das operative Ergebnis bleibt unter Druck, hieß es zuletzt aus der Konzernzentrale. Zeitungsberichten zufolge wird es auch für das Geschäftsjahr 2013 voraussichtlich keine Dividende geben. Zudem muss Deutschlands zweitgrößte Bank wohl mehr Rücklagen für geplatzte Kredite vorhalten, wenn Kunden zahlungsunfähig werden und ihre Verpflichtungen nicht mehr einhalten können. Auf den anstehenden Umbau des Privatkundengeschäfts hat DER AKTIONÄR ebenfalls schon mehrfach hingewiesen.
Chartmarken
Was sagt die Charttechnik? Nach dem Bruch der Unterstützung bei 1,47 Euro, liegt erst bei 1,38 Euro die nächste kleinere Unterstützung, ehe dann zwischen 1,30 und 1,28 Euro die nächste massive Haltezone wartet. Um die Aufwärtsbewegung fortzusetzen, müsste die Aktie zunächst die ehemalige Unterstützung bei 1,47 Euro und dann das Verlaufshoch bei 1,65 Euro überwinden. Soll heißen: derzeit pendelt die DAX-Aktie in einer neutralen Zone. Der Stoppkurs bleibt weiter bei 1,35 Euro.
(Mit Material von dpa-AFX)
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