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Commerzbank: Wenig Grund zum Optimismus

Thorsten Küfner

Die Commerzbank hat heute ihre endgültigen Zahlen für das zweite Quartal veröffentlicht. Dabei gab der Frankfurter Bankenriese auch einen Ausblick auf das zweite Halbjahr – und machte den Aktionären damit nicht wirklich Hoffnung. Allerdings gab es auch Lichtblicke.

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Die Commerzbank hat im zweiten Quartal des laufenden Jahres einen operativen Gewinn von 451 Millionen Euro erzielt. Damit beläuft sich das Betriebsergebnis des ersten Halbjahres auf eine Milliarde Euro. Der Reingewinn belief sich auf 275 Millionen Euro, nach 369 Millionen Euro im ersten Quartal. Mit ihrem Ausblick enttäuschte die Commerzbank jedoch die Marktteilnehmer. Das Institut sieht offenbar wenig Grund zum Optimismus, rechnet mit keiner Stabilisierung des Marktumfelds und geht daher davon aus, dass das Konzernergebnis im zweiten Halbjahr unter dem der ersten beiden Quartale liegen wird. Allerdings gibt es auch einige positive Meldungen.

Kapitalbasis weiter gestärkt

So konnte die Commerzbank das Kapitalziel der europäischen Bankenaufsicht EBA von 5,3 Milliarden Euro bis Ende Juni sogar um 2,8 Milliarden Euro übererfüllen. Zudem geht der DAX-Konzern davon aus, das gesteckte Kostenziel von 7,6 Milliarden Euro deutlich unterschreiten zu können. Konzernchef Martin Blessing zeigte sich mit der Entwicklung im ersten Halbjahr zufrieden: „Wir haben im ersten Halbjahr 2012 die Kapitalbasis der Commerzbank weiter deutlich gestärkt und Risiken konsequent reduziert. Damit ist die Bank für die anhaltend schwierigen Marktbedingungen gut gewappnet." Zur kompletten Unternehmensmeldung.

Rote Vorzeichen

Der eher pessimistische (realistische) Ausblick schien die Marktteilnehmer zunächst wenig zu stören. Die Commerzbank-Aktie notierte im vorbörslichen Handel noch leicht im Plus, rutschte dann allerdings wieder ins Minus. Die Anteile bleiben fundamental betrachtet wegen der günstigen Bewertung mit einem 2013er-KGV von 5 und einem KBV von 0,3 für mutige, langfristig orientierte Anleger attraktiv. Wegen der zahlreichen Unwägbarkeiten sollten ausnahmslos mutige Anleger zugreifen. Für konservative Anleger bleibt der DAX-Wert ungeeignet.

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