Thorsten Küfner
Lange Zeit hatte die Commerzbank-Aktie ihren Aufwärtstrend fortsetzen können. Doch am Freitag geriet der DAX-Wert unter die Räder, riss wichtige charttechnische Marken und der Großteil der Kursgewinne war wieder dahin. Wie geht es nun weiter?
Nach der starken Performance der Commerzbank-Aktie deutete sich vergangene Woche erneut eine Fortsetzung des Aufwärtstrende an. So konnten die langwierigen und immer wieder ergebnislos vertagten Verhandlungen zwischen der Troika und der griechische Regierung den DAX-Wert kaum belasten (mehr unter: Commerzbank, Deutsche Bank und Co: warten auf den Griechenland-Entscheid). Auch schwache Zahlen von Konkurrenten wie UBS oder ING brachten die Anteile der zweitgrößten deutschen Privatbank kaum unter Druck. Im Gegenteil: Es ging weiter bergauf.
2011 erneut mit Verlusten?
Am Mittwoch zeigte sich die Commerzbank-Aktie erneut in glänzender Verfassung. Dem Kurs glückte dann auch der Sprung über die Widerstandszone zwischen 2,06 und 2,12 Euro.
Am Donnerstag berichtete das Handelsblatt, dass die Commerzbank auch für das abgelaufene Jahr einen Verlust ausweisen dürfte. Warum dies den Marktteilnehmern nichts ausmachte, erfahren Sie hier.
Ein Großteil der Kursgewinne der Börsenwoche wurde allerdings am Freitag wieder abgegeben. Im Zuge von Gewinnmitnahmen sackte der Kurs ab und rutschte auch unter die wichtigen charttechnischen Marken von 2,06 und 2,12 Euro. Für den weiteren Kursverlauf wäre nun wichtig, dass zumindest die psychologisch wichtige Marke von 2,00 Euro verteidigt werden kann. Ansonsten drohen weitere Abverkäufe.

Stoppkurs nachziehen!
Die Commerzbank-Aktie ist mit einem 2012er-KGV von 7 und einem KBV von 0,5 immer noch sehr günstig bewertet. Einen Einstieg sollten allerdings weiterhin nur risikobereite Anleger wagen. Zudem sollte zunächst abgewartet werden, ob die Marke von 2,00 Euro hält. Bereits investierte Anleger sollten den Stoppkurs auf 1,40 Euro nachziehen.