Commerzbank: Jeder dritte Analyst rät zum Verkauf
Die Aktie der Commerzbank erhält immer mehr Gegenwind von Seiten der Analysten. Mittlerweile rät gerade einmal ein Sechstel der Experten zum Kauf der Anteile der zweitgrößten deutschen Privatbank. Einige rechnen sogar mit weiteren Kursabschlägen.
Mit der Aktie der Commerzbank befassen sich derzeit 36 Analysten von verschiedenen Häusern. Hielten sich bis vor Kurzem die Anzahl derer, die zum Kauf der DAX-Titel rieten, und derer, die eine eher negative Meinung zum Coba-Papier hatten, in etwa die Waage, ist das Verhältnis nun ganz klar gekippt. Nach den schwachen Zahlen inklusive eines enttäuschenden Ausblicks haben die Bären im Lager der Analysten mittlerweile klar die Oberhand. Kein gutes Zeichen für die Aktie.
Zumindest ein Lichtblick
Von den 36 Analysten raten jetzt nur noch sechs zum Kauf der Commerzbank-Aktie. 18, also genau die Hälfte der Experten, stuft die Anteilscheine der Nummer 2 unter Deutschlands Privatbanken mit Halten ein. Zwölf Analysten, also jeder dritte Experte, stuft die DAX-Titel negativ ein beziehungsweise rät zum Verkauf. Zuletzt etwa Barclays-Analyst Jeremy Sigee, der seine Einstufung für die Aktie auf „Underweight" beließ und das Kursziel von 1,20 auf nur noch 1,10 Euro senkte, was ein neues Allzeittief bedeuten würde. Ein kleiner Hoffnungsschimmer: Das durchschnittliche Kursziel der 36 Experten liegt derzeit noch bei 1,53 Euro und damit über dem aktuellen Kursniveau.
Trübes Chartbild
Durch den jüngsten Kursrutsch ist der nächste Versuch gescheitert, aus dem seit Februar gültigen Abwärtstrend auszubrechen. Das Chartbild bleibt derzeit weiter eingetrübt. Mit einem 2013er-KGV von 5 und einem KBV von 0,3 ist der Titel für mutige, langfristig orientierte Anleger attraktiv, für konservative Anleger allerdings weiterhin ungeeignet.
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