Commerzbank, Deutsche Bank und Co: Warten auf Griechenland-Entscheid
Andreas Deutsch
Geht Griechenland pleite? Oder stimmt die griechische Regierung dem harten Sparprogramm doch noch zu? Der Poker um die Zukunft Griechenlands hat die Börse fest im Griff und zerrt an den Nerven der Anleger. Der DAX verliert am Dienstagmittag an Boden. Bank-Aktien halten sich relativ gut.
Die Zitterpartie um Griechenland geht in ihre entscheidende Phase. Am Nachmittag wollen die griechischen Spitzenpolitiker unter Vorsitz des Ministerpräsidenten Lucas Papademos entscheiden, ob sie dem harten Sparkurs zustimmen. Die Zustimmung ist die Voraussetzung für das neue Hilfspaket in Höhe von 130 Milliarden Euro. Sollten Papademos und seine Kollegen das Sparpaket ablehnen, ist das Land pleite.
Kaum in Griechenland engagiert
Was würde das für die deutschen Banken bedeuten? Sie müssten ihre griechischen Anleihen abschreiben. Dass sich der Anteil der Bonds arg in Grenzen hält, darauf hat DER AKTIONÄR in Ausgabe 6/2012 hingewiesen. Das Exposure der Commerzbank in Griechenland beträgt gerade einmal 0,3 Prozent der Bilanzsumme. Das Griechenland-Engagement der Deutschen Bank beläuft sich auf 2,8 Milliarden Euro. Das entspricht lediglich 0,1 Prozent der Bilanzsumme des deutschen Marktführers.
Aktien mit Potenzial
Sollte Griechenland tatsächlich pleite gehen, dürfte das den Markt kurzfristig belasten. Allerdings haben sich die Konjunkturdaten zuletzt spürbar aufgehellt. DER AKTIONÄR sieht derzeit keine Alternativen zu Aktien. Die Aktie der Commerzbank (Kursziel: 3,00 Euro, Stoppkurs: 1,20 Euro) und der Deutschen Bank (Kursziel: 46 Euro, Stoppkurs: 25 Euro) bieten überdurchschnittliches Potenzial.
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