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Commerzbank: Der Kurs schmiert ab

Thorsten Küfner

Die Aktie der Commerzbank führt im heutigen Handel die Liste DAX-Verlierer an. Der Grund hierfür liegt auf der Hand: Der Finanzriese hat einen enttäuschenden Ausblick für das zweite Halbjahr geliefert. Zudem bereitet eine für die Commerzbank sehr wichtige Sparte den Experten Sorgen.

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Nachdem gestern Abend bekannt wurde, dass die Commerzbank durch den verstärkten Abbau von Risikoaktiva die Kapitalanforderungen der europäischen Bankenaufsicht EBA übererfüllt hat, konnte die Aktie im vorbörslichen Handel zulegen. Kurz darauf ging es allerdings steil bergab. Der Grund hierfür waren die heute vorgelegten Zahlen für das zweite Quartal und vor allem der skeptische Ausblick auf das zweite Halbjahr. Während viele Marktteilnehmer auf eine Besserung gehofft hatten, räumte die Commerzbank ein, dass man keine Stabilisierung des Marktumfelds erwarte. Daher werde der Gewinn im zweiten Halbjahr sinken. Zudem entwickelte sich eine sehr wichtige Konzernsparte schwach.

Privatkundengeschäft läuft schlechter

Im zuletzt starken Privatkundengeschäft musste die Commerzbank einen deutlichen Rückgang des operativen Gewinns  hinnehmen. Wurden im ersten Halbjahr 2011 in diesem sehr bedeutenden Segment noch 195 Millionen Euro verdient, warne es 2012 nur noch 126 Millionen Euro. Laut der Commerzbank war der Rückgang „insbesondere auf die geringeren Zins- und Provisionsüberschüsse infolge der gesunkenen Einlagenmargen und der weiter anhaltenden Kundenzurückhaltung im Wertpapiergeschäft zurückzuführen".

Nur für Mutige

Durch den heutigen Kursrutsch ist der nächste Versuch gescheitert, aus dem seit Februar gültigen Abwärtstrend auszubrechen. Die Anteile bleiben fundamental betrachtet wegen der günstigen Bewertung mit einem 2013er-KGV von 5 und einem KBV von 0,3 für mutige, langfristig orientierte Anleger attraktiv, da auf diesem Niveau eigentlich nahezu alle Risiken eingepreist sein sollten. Wegen der zahlreichen Unwägbarkeiten sollten ohnehin ausnahmslos mutige Anleger zugreifen. Für konservative Anleger bleibt der DAX-Wert ungeeignet.

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