Commerzbank: Das Siechtum geht weiter
Die Aktie der Commerzbank konnte ihren Besitzern auch in der abgelaufenen Handelswoche kaum Freude bereiten. Dabei gab es vereinzelt zwischenzeitlich Gründe zur Hoffnung. DER AKTIONÄR blickt zurück.
Der Beginn der vergangenen Handelswoche wurde ganz klar von einem Thema beherrscht: Die Commerzbank erwägt offenbar den Abbau vieler Stellen, allen voran am Hauptsitz in Frankfurt. Zwar lehnte der Konzern eine Stellungnahme hierzu ab, an den Märkten wurde aber munter darüber spekuliert. Mit dem Aktienkurs des Bankenriesen ging es indes weiterhin bergab - und weiteres Ungemach drohte.
Gute Zahlen
Zwar blieb in den folgenden Handelstagen der Ausverkauf aus, wirklich erholen konnte sich der DAX-Titel aber nicht. Dabei hätte etwa eine Citigroup-Studie (siehe unter: Commerzbank: Fast 40 Prozent Potenzial) den Kurs etwas stützen können. Auch die soliden Zahlen des Konkurrenten Credit Suisse oder der US-Großbank Bank of America (mehr unter: Bank of America überrascht den Markt) halfen dem Kurs ebenso wenig auf die Beine wie ein positiver Analystenkommentar aus dem Hause Macquarie.
Nur für Mutige
Die Aktie der Commerzbank bleibt fundamental betrachtet wegen der günstigen Bewertung mit einem KGV von 5 und einem KBV von 0,3 für mutige, langfristig orientierte Anleger attraktiv. Aus charttechnischer Sicht ist allerdings derzeit von einem Einstieg noch abzuraten, da die Abwärtsrisiken noch überwiegen. Für konservative Anleger ist der DAX-Wert ohnehin ungeeignet.
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