Commerzbank: Das erwarten die Experten
Die Commerzbank wird morgen die mit Spannung erwarteten Zahlen für das vierte Quartal beziehungsweise das Gesamtjahr 2011 vorlegen. DER AKTIONÄR zeigt, was Anleger von Deutschlands Nummer 2 im Bankenmarkt zu erwarten haben.
Am Donnerstag wird die Commerzbank endgültig einen Schlussstrich unter das turbulente Jahr 2011 ziehen. Der DAX-Konzern wird dann seine Zahlen für das vierte Quartal präsentieren. Aufgrund der hohen Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen sowie der negativen Effekte der europäischen Schuldenkrise brach der Gewinn deutlich ein. Während 2010 noch ein Ergebnis von 0,95 Euro je Aktie ausgewiesen werden konnte, rechnen Analysten im Schnitt nun nur noch mit 0,22 Euro. Für das vierte Quartal hatten Analysten mit einem Umsatz von 2,8 Milliarden Euro sowie einem Nettoertrag von 341 Millionen Euro gerechnet. Vorläufigen Berechnungen zufolge hat die Commerzbank in den letzten drei Monaten des abgelaufenen Jahres jedoch mehr als eine Milliarde Euro verdient. Es dürfte also spannend werden, ob Konzernchef Martin Blessing die Experten noch einmal positiv überraschen kann.
Kernkapitalquote im Blickpunkt
Neben dem Quartalsergebnis werden die Marktteilnehmer auch genau auf die Bilanzkennziffern des Frankfurter Bankenriesen blicken, der trotz großer Fortschritte in den vergangenen Monaten seine Kapitaldecke noch weiter stärken muss, um bis Ende Juni eine harte Kernkapitalquote von 9,0 Prozent vorweisen zu können. Einige Eckdaten zum Verlauf des vierten Quartals hatte die Commerzbank bereits im Januar veröffentlicht, was zu einem wahren Kursfeuerwerk geführt hatte.

Mutige greifen weiterhin zu
DER AKTIONÄR rät risikobereiten Anlegern weiterhin zum Kauf der Commerzbank-Aktie. Der Titel bietet ein attraktives Chance-/Risiko-Profil. Das Kursziel lautet drei Euro. Der Stoppkurs sollte bei 1,40 Euro gesetzt werden.
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