Am Donnerstag präsentiert das Bankhaus die Ergebnisse für das zweite Quartal. Wie die Deutsche soll die Commerzbank weniger verdienen als noch in den ersten drei Monaten. Die Aktie indes präsentiert sich seit Wochen in Höchstform.
Gespannt werden die Quartalszahlen der Commerzbank erwartet. Nimmt man den Kursverlauf der letzten Wochen als Indiz hierfür, werden die Ergebnisse nicht schlecht ausfallen. Analysten rechnen wegen der Griechenland-Krise mit einem geringeren Gewinn als noch im ersten Quartal. Positive Überraschungen werden aber dennoch nicht ausgeschlossen.
Gewinn trotz Flaute
Analyst Konrad Becker vom Bankhaus Merck Finck erwartet im zweiten Quartal einen Gewinn von 115 Millionen Euro. Dies wäre deutlich weniger als im ersten, in dem ein Gewinn von 708 Millionen Euro erzielt wurde.
Allerdings belastete die Commerzbank wie alle Banken im zweiten Vierteljahr die Griechenland-Krise, die zu einer Flaute an den Kapitalmärkten führte. Selbst Branchenprimus Deutsche Bank musste einen Dämpfer im Investment-Banking hinnehmen. Das Handelsergebnis der Commerzbank soll sich nach 850 Millionen Euro im ersten Quartal auf 385 Millionen Euro mehr als halbieren.
Analyst Philipp Häßler von Equinet hält einen optimistischen Ausblick für die Risikovorsorge bezogen auf das Gesamtjahr vorstellbar. Im Mittel werden hier rund drei Milliarden Euro erwartet. Alles darunter "wäre ein positives Signal für den Markt", so Häßler.
Chart schreit nach Kauf
Die Commerzbank-Aktie hat gestern auf einem neuen 9-Monats-Hoch geschlossen und damit ein neues Kaufsignal generiert. In Verbindung mit dem positiven Sentiment im Finanzsektor empfiehlt sich deshalb ein Einstieg auf der Long-Seite. Anleger sollten aber noch nicht alles auf eine Karte setzen, weil ein kurzzeitiger Rücksetzer nach den Zahlen durchaus möglich ist.
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