Thorsten Küfner
Die Comdirect Bank hat im September einen Zuwachs bei den Wertpapieraufträgen verzeichnet. Konkurrent Sino verbuchte hingegen einen Rückgang. Sind die Aktien der beiden Onlinebroker nun kaufenswert?
Die Commerzbank-Tochter Comdirect Bank hat im August ihre Kundenzahl erneut leicht erhöhen können. Statt 2,177 Millionen betreut das Quickborner Unternehmen nun 2,188 Millionen Kunden. Darüber hinaus stieg die Anzahl der Wertpapiertransaktionen im Privatkundengeschäft im Vergleich zum Vormonat um 8,2 Prozent auf 603.267 Orders.
Sino mit Rückgängen
Der auf Heavy-Trader spezialisierte Onlinebroker, der derzeit 615 Depots betreut, verbuchte hingegen einen Rückgang der ausgeführten Orders: Mit 94.433 Transaktionen führte die Gesellschaft 6,6 Prozent weniger Orders aus als im Vormonat. Sino-Gründer und Vorstandsvorsitzender Matthias Hocke begründete den Rückgang mit dem schwierigen Marktumfeld. Im Vergleich zum August des vergangenen Jahres kann Sino allerdings einen Zuwachs von 6,7 Prozent vorweisen.

Satte Dividendenrenditen
Die Aktie der sehr solide geführten und finanzstarken Comdirect Bank ist derzeit mit einem 2010er-KGV von 13 noch moderat bewertet und glänzt mit einer stattlichen Dividendenrendite von rund sechs Prozent und ist daher für konservative Anleger geeignet. Der Stoppkurs sollte bei 6,40 Euro belassen werden.

Noch höher ist die Rendite bei Sino. Der Onlinebroker zahlt seinen Anteilseignern jährlich eine Dividende von 0,80 Euro, woraus sich auf dem aktuellen Niveau eine Rendite von mehr als zehn Prozent ergibt. Mit einem KGV von 8 sind die Titel zudem sehr günstig bewertet, allerdings sollten bei dem Small-Cap nur risikobereite Anleger einsteigen.