Martin Weiß
An der Aktie des Kinobetreibers Cinemaxx ist die schlechte Stimmung an der Börse nicht nur spurlos vorüber gegangen. Der Titel hat seit Anfang August vielmehr 50 Prozent im Wert zugelegt. Am Donnerstag meldete das Unternehmen nun einen Gewinnsprung für das erste Halbjahr 2010.
Die Cinemaxx AG profitiert vom Trend zu 3D-Filmen. Wie der Kinobetreiber am Morgen mitgeteilt hat, stieg das EBITDA im ersten Halbjahr 2010 bei konstanten Besucherzahlen um 60 Prozent auf 15,7 Millionen Euro. Der Umsatz erhöhte sich verglichen mit dem Vorjahr um 18,2 Prozent und überquerte mit 101,4 Millionen Euro die 100-Millionen-Euro-Marke. Die Anleger sind beeindruckt: Das Papier von Cinemaxx klettert im frühen Handel auf 3,67 Euro und damit auf den höchsten Stand seit 2002.
Das Geschäft brummt
In der aktuellen Pressemitteilung heißt es: "Insgesamt ist es der CinemaxX AG im ersten Halbjahr gelungen, die Anzahl der Kinogäste konstant auf dem Vorjahresniveau von 8,3 Millionen zu halten. Erfreuliche Besucherzahlen, steigende Ticketpreise in Folge der positiven 3D-Entwicklung sowie zunehmende Gastronomieerlöse führten zu einem Umsatzzuwachs [...] auf Euro 101,4 Millionen Euro."
Unter dem Strich verdiente der Konzern 5,2 Millionen Euro, beziehungsweise rund 0,19 Euro pro Aktie. Schätzungen von Analysten sind nicht verfügbar.
Die starke Entwicklung im operativen Geschäft treibt die Aktie seit Jahresbeginn in die Höhe. Allein seit Januar verbucht das Cinemaxx-Papier ein Plus von 220 Prozent. Auf Sicht von zwölf Monaten beträgt der Zuwachs 292 Prozent.
Mit dem Sprung über das Januar-Hoch bei 3,62 Euro hat der Titel nun ein weiteres Kaufsignal generiert. Der massive Kursanstieg von 50 Prozent allein im August - an der Börse wurde offenbar auf ein starkes Ergebnis spekuliert - könnte nun aber erst einmal zu Gewinnmitnahmen führen und den Titel kurzfristig belasten.
Mögliche Kurskorrektur zum Einstieg nutzen
Die volle Pipeline an Kinofilmen, darunter der finale Teil der "Harry-Potter"-Saga (Kinostart Teil 1: 18.11.2010), spricht für eine Fortsetzung des positiven Trends. Anleger, die den Zug bislang verpasst haben, sollten auf eine mögliche Korrektur spekulieren und im Bereich um 3,30/3,10 Euro zugreifen.
